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24.03.2000 - 

Infrastruktur zu wenig beachtet

ERP auf Solaris billiger als auf NT

MÜNCHEN (CW) - Die Meta Group hat in einer neuen Analyse der Total Costs of Ownership (TCO) von ERP-Systemen den Infrastrukturaspekt beleuchtet. Die Modelle zeigen, dass Mittelständler bei der Implementierung von R/3 oder Oracle Applications mit Solaris günstiger fahren, als bei einer Plattformentscheidung für Windows NT.

Diese Erkenntnis, mit der Sun bereits auf der eigenen Website wirbt, dürfte viele Anwender überraschen. Schließlich haben nur 20 Prozent der Unternehmen, die ein ERP-System einführen, eine Vorstellung über die damit verbundenen TCOs, wie ein weiteres Ergebnis der Meta-Analysten belegt. Vor allem kleinere Unternehmen mit Umsätzen bis 200 Millionen Dollar sind betroffen: Der laufende Betrieb eines ERP-Arbeitsplatzes kostet sie dreimal mehr pro Benutzer als einen Großkonzern.

Was Anwender bei ihrer Berechnung oft vernachlässigen, sind die Aufwände für die ERP-Infrastruktur. Darunter versteht Meta zum Beispiel die Wartung und Upgrades der Hardware, die Administration eines Betriebssystems, der Datenbank und Middleware sowie das Netzwerk-Management. Die von Meta häufig beobachtete Fehleinschätzung besteht darin, dass für diese Posten geringere Ausgaben veranschlagt werden als für die weitere Nutzung eines Legacy-Systems. Tatsächlich verschlingt die Infrastruktur aber 70 Prozent der Gesamtkosten eines laufenden ERP-Betriebs. Über eine dreijährige TCO-Berechnung gesehen, also inklusive Anschaffung und Implementierung, sind es immerhin noch 40 Prozent.

Damit man Anwendern künftig genauere Angaben über die zu erwartenden Infrastrukturkosten bieten kann, hat Meta ein mathematisches Modell entwickelt, das für die Systeme R/3, Oracle Applications, Solaris und Windows NT auf fünf Fallbeispiele von Mittelstandsbetrieben mit unterschiedlichen Geschäftsprozessen übertragen wurde. Drei Ergebnisse heben die Analysten dabei hervor: Die mit der ERP-Einführung zusammenhängenden Implementierungskosten waren im Fall von Windows NT dreimal höher als bei Solaris. Etwas günstiger sieht es bei der reinen Infrastrukturbetrachtung aus, die für NT doppelt so hoch ausfällt wie im Fall des Sun-Betriebssystems. Erst bei den administrativen und operationalen Kosten ergibt sich ein Gleichgewicht zwischen den Kontrahenten.