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Migrations-Tools und Dokumentation sind häufig schlecht


17.05.2002 - 

ERP-Upgrades kosten oft mehr als erwartet

MÜNCHEN (CW) - Rund sieben Monate dauert das Upgrade eines ERP-Systems nach Untersuchungen des Marktforschungsunternehmens AMR Research. Dabei fallen häufig höhere Kosten an als zunächst gedacht. Probleme haben die etwa 150 befragten Unternehmen vor allem bei der Datenmigration.

Rund 1,5 Millionen Dollar lassen sich die Firmen das Upgrade ihrer ERP-Systeme durchschnittlich kosten, hat AMR ermittelt - rund 100000 Dollar mehr als geplant. Vor allem diejenigen Unternehmen, die mit geringen Kosten gerechnet hatten, lagen überproportional oft daneben und mussten tiefer in die Tasche greifen. Durchschnittlich 18 Prozent der Implementierungskosten wendeten die Unternehmen für das Upgrade auf - 20 Prozent der befragten sogar 30 Prozent oder mehr der ursprünglichen Kosten. Als größter Kostenfaktor erwies sich dabei der Service, der rund ein Viertel der Gesamtkosten verschlang; für neue Hardware war es rund ein Fünftel. Insgesamt schlagen Personal-bezogene Kosten, so hat AMR ermittelt, mit 42 Prozent am stärksten zu Buche.

Die Vorteile, die ein neues ERP-System mitbringt, liegen vor allem im funktionalen Bereich. 61 Prozent der Befragten sehen hierin den Hauptnutzen - obwohl nur bei rund einem Viertel der Unternehmen neue Funktionen ein Grund für das Upgrade waren. Der Anlass war häufig herstellerbedingt: Rund ein Fünftel der Unternehmen musste aufrüsten, weil der Softwareanbieter den Support für das Produkt einstellte. Nur 13 Prozent gaben an, dass der Nutzen des Upgrades in geringeren Kosten lag.

Mit der neuen Version selbst sind die Unternehmen in der Regel recht zufrieden. 88 Prozent der Befragten bewerten die Qualität der Software als sehr gut oder gut. Schwächen gibt es dagegen bei den Migrations-Tools. Die Konvertierungswerkzeuge seien in der Regel wenig intuitiv zu bedienen, bemängeln die Anwender. Außerdem haben viele Unternehmen das Gefühl, die Software sei nicht ausreichend unter realen Bedingungen getestet worden.

Für die Untersuchung befragte AMR Unternehmen mit mehr als 2500 Mitarbeitern, die in den vergangenen 18 Monaten ein Upgrade ihres ERP-Systems vorgenommen hatten. Sie setzten Systeme von Baan, J. D. Edwards, Oracle, Peoplesoft und SAP ein. (mo)

Portale und BeschaffungRund 50 Prozent der Unternehmen nutzen das Upgrade ihres ERP-Systems unter anderem zur Erweiterung der Funktionalität, hat AMR Research herausgefunden. Obwohl auch in klassische ERP-Bereiche wie Finanzwesen und Fertigung investiert wird, liegt der Fokus auf neuen Anwendungen. 41 Prozent der Unternehmen, die Zusatzfunktionen installierten, haben ein Portal eingeführt, 35 Prozent Internet-basierende Beschaffungssysteme installiert. Auf den Plätzen drei und vier folgen Personal-Selbstbedienungsanwendungen (33 Prozent) und Business Intelligence (30 Prozent). Etwas mehr als 200000 Dollar haben die Firmen für die neuen Funktionen im Schnitt auf den Tisch gelegt.

Abb: Verteilung der Upgrade-Kosten

Größter Kostenfaktor beim Umstieg auf eine neue ERP-Version ist der Service. Quelle: AMR Research