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19.05.1995

Erst 300 Softwarehaeuser konsultiert Kontakt zu Windows-Entwicklern nicht ohne Probleme fuer die IBM

FRAMINGHAM (IDG) - Angesichts des mit 2500 erhaeltlichen Anwendungen spaerlichen OS/2-Angebots - fuer Windows existieren rund 28 000 Programme - versucht die IBM, moeglichst viele Windows- Entwickler auf ihre Seite zu ziehen. So hat Chef Louis Gerstner die Direktive an seinen engsten Manager-Stab ausgegeben, "innerhalb einer Woche die 1000 groessten Software-Unternehmen" telefonisch anzusprechen und fuer die Arbeit an OS/2-Programmen zu gewinnen. Das Interesse seitens der Manager, aber auch Entwickler, laesst allerdings zu wuenschen uebrig.

Der Brief Gerstners, (siehe CW Nr. 14 vom 7. April 1995, Seite 1), an seine Topmanager hat offensichtlich noch nicht das gewuenschte Resultat erbracht. Bislang wurden, so die CW-Schwesterpublikation "Computerworld" unter Berufung auf einen IBM-Verantwortlichen, allerdings lediglich 300 Programmierer angerufen.

Externe Industrievertreter und selbst die Angesprochenen zeigen sich kritisch. "Eines der groessten Probleme an der Arbeit fuer OS/2 ist nicht Microsoft, sondern die IBM selbst", erklaerte etwa Will Zachmann, President der Canopus Research in Duxbury, Massachusetts. Manchmal benehme sich die IBM-PC-Division so, als gaelte es, fuer Microsoft taetig zu sein.

Andere nennen Microsofts Win-32-API als Grund fuer die ueberwiegende Windows-Orientierung der Programmierer. Auch Mark Caulkins, Vice- President und General Manager bei Wordperfect, konstatiert: Wenn die IBM eine entsprechende Schnittstelle zur Verfuegung stellt, sei die Herstellung von OS/2-Programmen zu ueberlegen, sonst habe die Entwicklung fuer IBMs 32-Bit-Betriebssystem keinen Wert. Sie dauere dann so lange, dass das OS/2-Produkt erst sechs Monate nach der Windows-Version erscheinen koennte. Diesen Ratschlag hat sich der blaue Riese offensichtlich zu Herzen genommen. So hat IBM vor kurzem ein API-Set versprochen, um eine gleichzeitige Entwicklung fuer OS/2 und Windows 95 zu ermoeglichen.