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30.07.1976 - 

Wifi, Wien, warnt vor übereilten MDT-Einsatz:

"Erst muß das Rechnungswesen stimmen"

WIEN - Die Auswertung einer bei 500 österreichischen Klein- und Mittelbetrieben durchgeführten Untersuchung ergab, daß vor einer allzu eiligen Anschaffung von Geräten der mittleren Datentechnik gewarnt werden muß, "da zu oft mangels eines entsprechend ausgebauten Rechnungswesens die angeschafften Kapazitäten unausgelastet bleiben". Die im Rahmen einer Beratungsaktion des Wirtschaftsförderungsinstituts (Wifi) Wien, unter dem Thema "Rationelles Rechnungswesen und Büroorganisation unter Einschluß der EDV" durchgeführte Umfrage ergab, "daß es in erster Linie auf die Einführung oder Ausgestaltung der Kostenrechnung ankommt". Die Berater in Wien stellen ferner fest, daß die Unternehmer durchaus rationalisierungsfreundlich seien. Bei dieser Beurteilung müsse man jedoch davon ausgehen, daß wohl hauptsächlich jene Unternehmen für eine Beratung Interesse zeigten, bei denen eine entsprechende Ausgestaltung des Rechnungswesens nicht, oder unzureichend vorhanden ist. Nur 40 Prozent der befragten Firmen hätten eine ausgebaute Kostenrechnung, lediglich ein Fünftel würden eine Deckungsbeitragsrechnung verwenden.

Wohl interessantestes Ergebnis der Erhebung: Das wesentlichste Hindernis zur Verbesserung des Rechnungswesens ist die mangelnde Bereitschaft der Unternehmer, Zeit und auch Personal zu investieren. Denn eine Rationalisierung der Verwaltungsarbeit durch EDV sei - so die Wifi-Berater - erst nach Vorhandensein der organisatorischen Voraussetzungen zu erwarten. Oft genüge es jedoch schon, wenn richtig organisiert werde: Kein Wunder, wenn nach der Beratertätigkeit nur noch 38 Prozent der Betriebe den EDV-Einsatz überhaupt noch für überlegenswert halten.

Aus alledem ergebe sich nach Ansicht der österreichischen Berater eine Reihenfolge der Prioritäten für weitere Maßnahmen. Fazit: Zunächst Verbesserung der Organisation sowie des Rechnungswesens und danach erst die Anwendung von EDV. ob