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13.06.1980

Erste DatagraphiX Online-AutoCOM II bei der DVG, Kiel:Die COM im Haus erspart den Servicemann

13.06.1980

KIEL-WELLSEE (pi) - Die DVG-Kiel (Datenverarbeitungsgesellschaft, Kiel) ist eine hundertprozentige Tochter der Landesbank (LB) Schleswig-Holstein. Eine ihrer Aufgaben ist, der Landesbank für die Girofunktion, die sie wegen der Auflösung des Clearing-Zentrums Nord-Giro übernehmen mußte, und für den Datenträgeraustausch EDV-Kapazität und Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Außerdem werden separat hiervon für die LB Schleswig-Holstein und die Landesbausparkasse Schleswig-Holstein sämtliche EDV-Arbeiten als Dienstleistung durchgeführt. Die sukzessiv auf die IBM-Anlage übernommenen EDV-Dienstleistungen sollen darüber hinaus auch Sparkassen und Drittkunden geboten werden.

Die heutige Anlagen-Konfiguration besteht aus einer IBM 3031 mit 4 MB, Magnetplatten 3350, Bandstationen 3420 und drei IBM-Druckern 3203/ 005 sowie diverser Bildschirmperipherie IBM 327X. Gefahren wird diese Konfiguration unter dem Betriebssystem MVS. Für die COM-Verarbeitung wurde im Dezember '79 eine DatagraphiX Online-AutoCOM II installiert, die mit einer 1600/6250 bpi Magnetbandstation ebenfalls offline arbeiten kann, sowie ein DatagraphiX D 73 Diazo Mikrofiche-Duplizierer.

Eigenes COM-System wirtschaftlich

Besonderer Augenmerk wird darauf gelegt, daß innerhalb des Rechenzentrums Bildschirme für die System- und Anwendungs-Programmierung weitgehend unter TSO/SPF und für die Produktionssteuerung (Arbeitsvorbereitung) eingesetzt werden. Über eine Standleitung ist die im Zentrum Kiels gelegene Landesbank mit dem Rechner verbunden. Online-Programmierung und weitere noch junge Anwendungen der Fachabteilungen werden hierüber abgewickelt.

Im Bereich der Landesbank Schleswig-Holstein und der Landesbausparkasse Schleswig-Holstein wurden bis Ende '79 monatlich etwa 200 000 Datenseiten über COM-Fiche ausgegeben und zirka 10 000 Duplikate angefertigt. Die Ausgaben erstreckten sich zu 80 Prozent auf Kundenkonten und Buchhaltungsunterlagen der Landesbausparkasse, sowie mit 20 Prozent auf Abstimmungs- und Saldenlisten der Landesbank. Als man die Inhouse-lnstallation der COM-Anlage plante, war klar, daß bei diesem Startvolumen Wirtschaftlichkeit für ein eigenes System erreichbar war.

Für sofortige COM-Ausgabe der vom Rechner erstellten Daten kam wegen geringen Handlings und schneller Ausgabe nur eine Online-Anlage in Frage. Im Hinblick auf das Dienstleistungsangebot mußte jedoch zugleich eine intelligente: Offline-Möglichkeit vorhanden sein. Der durch die vorgesehenen internen Anwendungen stark beeinflußte Anforderungskatalog für die eigene COM-Konfiguration beinhaltete folgende ausschlaggebende Punkte:

- die Möglichkeit der intelligenten On-/Offline-Verarbeitung (Offline wahlweise mit 1600/6250 bpi Druck- oder Spoolbändern)

- nachweisbare Archivfähigkeit der erstellten Masterfiche im integrierten Vollumkehr-Entwicklungsverfahren (Zertifikat der Bundesanstalt für Materialprüfung, Berlin!)

- leistungsfähige COM-Software für flexible Titel und Index-Extraktionen im On-/Offline-Modus ohne Belastung des Hauptrechners (zum Beispiel von... bis... Informationen und mehrfache Index-Frames erforderlich)

- Formulardiajustage mit dynamischen Daten vom Druckband.

Weitere Wünsche betrafen natürlich einen reibungslos funktionierenden technischen Service. Die wichtige Frage der Back-up-Möglichkeiten war ebenso Bestandteil des Anforderangskataloges .

Erfüllt wurde dieses Pflichtenheft weitgehend nur von einem Anbieter. Installiert wurde deshalb im Dezember '79 eine DatagraphiX Online-AutoCOM II mit integrierter Vollumkehr-Entwicklung und Wechseloptik-Einrichtung, eine Offline 1600/6250 bpi Bandstation (lesend und schreibend) und ein D 73 Mikrofiche-Diazo-Duplizierer. Die Back-up-Möglichkeit wurde durch Hardware- und Software-kompatible DatagraphiX COM-Recorder in Hamburg geboten.

Interessant sind bei dieser Installation die internen Anwendungen. Für die Programmdokumentation werden alle Umwandlungen über COM ausgegeben. Ein Parametersatz von der DVG Kiel, abgestellt auf der Diskette der Online-AutoCOM II im Direktzugriff, wird durch Job-Control-Steuerung des Host-Rechners mit Hilfe eines modifizierten FCB's aktiviert. Dadurch wird ein COM-Mikrofiche erstellt. Zugeordnet wird die Programmakte über den Augen-lesbaren Mikrofiche-Titel.

Die Programmakte enthält dann die manuell erstellten Programmunterlagen wie Ablaufdiagramme, Satzbeschreibungen etc., denen der jeweilige Umwandlungsfiche beigefügt wird.

Testunterlagen auch auf Mikrofiche

Die Überlegungen gehen dahin, die von der EDV-Revision geforderten Testunterlagen ebenfalls vollständig auf Mikrofiche zu übernehmen. Sollte Dokumentationssoftware eingesetzt werden, wäre natürlich eine vollständige Übernahme auf Mikrofich zustreben. Über COM-Mikro werden ferner sämtliche Systemnachrichten, Betriebssystemgenerierungsunterlagen, Job Control Language (JCL), Dumps und die Bandarchivverwaltung ausgegeben und archiviert.

Mikrofilmausgabe und COM-lnstallation - inklusive Diazo-Dupliezierer im Rechenzentrum - wurden von den Mitarbeitern problemlos akzeptiert. Die Systembediener waren nach kurzer Einweisung sowohl mit dem COM-Recorder als auch mit dem Duplizierautomaten vertraut. Ebenso einfach war die Anbindung an das Betriebssystem MVS, weil sich die Online-AutoCOM II hundertprozentig wie ein 3211 oder 3203/005 IBM-Drucker verhält. Angeschlossen wurde der Mikrofiche-Drucker an den Blockmultiplexer-Kanal, um dadurch die enorm hohe interne Verarbeitungsgeschwindigkeit der AutoCOM II auszunutzen.