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19.05.2000 - 

Zukünftiges I/O-System nimmt Formen an:

Erste Infiniband-Spezifikationen vorgelegt

MÜNCHEN (CW) - Infiniband Trade Association hat jetzt die vorläufigen Spezifikationen für die zukünftige I/O-Architektur gleichen Namens vorgestellt.

Die Infiniband-Schnittstelle soll künftig in Rechnern, Speichersystemen und Netzwerkgeräten für mehr Datendurchsatz beim I/O-Verkehr sorgen. Die Spezifikationen beschreiben eine Architektur nach Art von Switched Fabrics, bei der die Geräte über eine bidirektionale Siliziumverbindung gekoppelt sind. Die Schaltstation soll als separates, einbaufähiges Modul auf den Markt kommen und je Leitung 2,5 Gbit Daten in der Sekunde übermitteln. Die Spezifikationen sehen die Unterstützung von bis zu 64000 Knoten vor, wobei ein Knoten ein PC oder ein Speichergerät sein kann. Der Vorteil der Switched-Fabric-Architektur liegt darin, dass der Server von vielen Funktionen befreit wird. So wird der PCI-Bus im Rechner nicht mehr für die Datenspeicherung benötigt. Der Vorteil ist, dass dedizierte Leitungen zur Peripherie aufgebaut werden können und zudem die Priorisierung der anstehenden Aufgaben durch den PCI-Bus - mit Flaschenhals und Zeitverzögerung als Folge - wegfallen.

Zudem bietet die neue Architektur durch die Zentralisierung der I/O-Funktionen in einem eigenen Modul viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten, etwa zum Aufbau von Server-Farmen. Die umständliche Kreuzverkabelung der Server entfällt. Mit Infiniband könnten Intel-basierte Server-Farmen in puncto Leistung sogar an Großrechner herankommen, glaubt Jim Pappas, Direktor für Technologie-Initiativen bei Intel. Für eine einfachere Verwaltung von Infiniband-basierten Geräten soll auch ein Protokoll definiert werden, das den angeschlossenen Geräten mitteilt, dass sie über ein Netz mit der neuen Architektur untereinander verbunden sind.

Bis dahin dürfte noch einige Zeit vergehen: Die endgültigen Infiniband-Spezifikationen sollen zwar in diesem Sommer verabschiedet werden, mit ersten Produkten ist aber frühestens Mitte 2001 zu rechnen. Kein Zweifel dürfte aber an der Realisierung der Architektur bestehen, Hauptsponsoren der Initiative sind die DV-Schwergewichte Compaq, Dell, HP, IBM, Intel, Microsoft und Sun.