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08.03.2002 - 

Eito-Studie zur Lage der Branche

Erste Lebenszeichen im weltweiten IT-Markt

MÜNCHEN (CW) - Der weltweite Markt für Information und Telekommunikation (ITK) wuchs im vergangenen Jahr lediglich um 4,4 Prozent auf 2,3 Billionen Euro - die geringste Steigerung seit 1993. Erst 2003 kommt die Branche wieder knapp an zweistelliges Wachstum heran, prognostiziert das European Information Technology Observatory (Eito).

Im laufenden Jahr soll das Handelsvolumen in der ITK-Industrie nach Einschätzung der Marktbeobachter um 6,6 Prozent auf 2,4 Billionen Euro ansteigen, im Jahr 2003 sogar um 9,8 Prozent. Das vergangene Jahr stand im Zeichen der Konjunkturflaute, wobei die Regionen unterschiedlich hart getroffen wurden. So sei der ITK-Markt in Westeuropa lediglich um 5,1 Prozent auf 643 Milliarden Euro gewachsen, berichtet das Eito. Im laufenden Jahr sollen die Westeuropäer um 5,4 Prozent auf 678 Milliarden Euro und im Jahr 2003 um 7,8 Prozent auf 731 Milliarden Euro zulegen. Der ITK-Markt in den USA verzeichnete 2001 eine Steigerung von lediglich 0,5 Prozent und wird in diesem Jahr voraussichtlich um 3,9 Prozent wachsen. Am weltweiten ITK-Markt besitzen die USA mit 34 Prozent jedoch nach wie vor den größten Anteil. West- und Osteuropa kommen zusammen auf 29 Prozent.

TK-Dienste, mit 39 Prozent das größte ITK-Segment, legten im vergangenen Jahr weltweit um 9,5 Prozent zu.

Das Geschäft mit TK-Diensten schwäche sich gegenwärtig jedoch ab, denn für dieses Jahr werden nur noch 6,7 Prozent Wachstum prognostiziert. An zweiter Stelle folgen die IT-Services mit einem Marktanteil von 21 Prozent. Dieser Sektor wuchs 2001 um acht Prozent. Der Hardwarebereich, in dem die Einnahmen im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent sanken, kam auf einen Anteil von 14 Prozent. In diesem Jahr soll der Umsatz stagnieren, bevor er laut Eito 2003 wieder um 4,5 Prozent steigen wird.

Das Segment der Softwareprodukte erzielte 2001 mit einem achtprozentigen Wachstum einen Marktanteil von elf Prozent. Für dieses Jahr prognostiziert Eito eine Steigerungsrate von knapp neun Prozent. Die Einnahmen mit Datenkommunikations- und Netzwerkausrüstung machten im vergangenen Jahr sieben Prozent des ITK-Marktes aus und sollen 2002 um 3,1 Prozent zulegen.

Europa befinde sich trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage auf dem Weg zur E-Economy, hob Eito-Chairman Bruno Lamborghini hervor. So sei die Verbreitung des Internet im vergangenen Jahr vorangeschritten. Rund 148 Millionen Europäer oder 38 Prozent der Bevölkerung surften inzwischen im Web, 2005 sollen es bereits 63 Prozent sein. Der westeuropäische E-Commerce-Markt hat im letzten Jahr ein Volumen von 172 Milliarden Euro erreicht und soll sich bis 2005 auf 1,7 Billionen Euro verzehnfachen. (tc/ajf)

Abb: ITK-Wachstum in Westeuropa

Das IT-Segment wächst 2003 in Westeuropa erstmals stärker als die Telekommunikationsbranche, wenn auch wesentlich verhaltener als im Boomjahr 2000. Quelle: EITO 2002