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30.04.1976

Erste Messe-Eindrücke

30.04.1976

Überall Optimismus. Selbst bei Anker, - jetzt nicht mehr Anker-Werke AG, sondern ADS Anker Data System GmbH. Warum sollte man auch nicht mit den neuen offensichtlich ganz vorzüglichen Produkten auf den allgemeien Trend setzen: Verteilte Intelligenz, autonome Kleinsysteme, One-Chip-Computer allerorten, Point of Sales neben der Schreibmaschine und in der Baubude. Dabei wird alles immer kleiner, immer billiger und was groß bleibt, wird immer komfortabler. Es ist eine rechte Freude, in Hannover zu sehen, daß der technologische Fortschritt aus den Labors sich so schnell in kommerziell für die Anwendung verfügbare Produkte umsetzt, die zudem erheblich billiger sind als das zuvor Dagewesene. Ein 8 K-System mit Magnetband und ohne Platte kostete etwa vor sieben Jahren noch 15 000 Mark Monatsmiete. Heute erhält man für 5 000 Mark Miete einen vielfach schnelleren Rechner mit 40 K-Speicher und Direktzugriff auf Magnetplatten inklusive Software für integrierte Verarbeitung.

Das eröffnet völlig neue Märkte. Und darauf stützt sich der neue Optimismus, da in der CeBIT-Halle - das wurde auf den ersten Pressekonferenzen und aus ersten Gesprächen ersichtlich - wohl jedermann überzeugt ist, daß der "konjunkturelle Aufschwung nicht stagniert", wie das jetzt überall so schön heißt.

Billiger, kleiner, komfortabler

Kaum ein Hersteller, der nicht irgendein neues, zumindest verbessertes oder erweitertes Produkt vorzeigt. Billigere und kleinere OCR-Leser (z. B. Kienzle), billigere und kleinere Terminal-Computer (z. B. Nixdorf) und programmierbare Tischrechner (z. B. Wang), billigere und kleinere "Großsysteme" (z. B. NCR), dafür allüberall - auch bei der Mittelklasse zu Kleinsystem-Preisen - DFÜ, größere und billigere Platten, dazu komfortablere Betriebssysteme, meist sogar mit Dateiverwaltung.

Neue Marktchancen damit auch bei Firmen, die - nach neuen Nixdorf-Angaben - mit 501 bis 1000 Beschäftigten durchschnittlich zu 90,3 Prozent, mit 1001 bis 5 000 Beschäftigten zu 96,7 Prozent und darüber zu 100 Prozent schon Computer im Einsatz haben. Denn der Zwang zur Rationalisierung, der auch während der Konjunktur-Flaute die Branche durchaus über Wasser hielt, wird anhalten. Mit Neuinvestitionen für neue Hardware wird man zu alten Preisen Anwendungen realisieren können, von denen man früher nur träumte - soll man beispielsweise bei NCR für die neuangekündigte "Criterion-Serie", angeblich "neue Maßstäbe" setzen. Und ganz ähnlich klangen die Worte bei der Burroughs-Pressekonferenz, zwar gemeint für das neue plattenorientierte MDT-System B 730, aber die Logik war die gleiche: Da man mehr Leistung zum alten Preis und gar darunter anbietet und da unterstellt wird, daß die Anwender zunehmend mehr Computerleistung brauchen, sieht die Zukunft rosig aus.