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27.03.1998 - 

Erste Produkte ab Sommer 1998

Erste Produkte ab Sommer 1998 Sony startet PC-Offensive in Deutschland

27.03.1998

Wie Karl Pohler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Sony Deutschland, sagte, sei man mit dem PC-Vorhaben "voll im Plan".Unter der Bezeichung "Vaio" werde eine Rechnergeneration das Licht der DV-Welt erblicken, die weniger komplex, trotzdem aber funktionsstärker als heute verkaufte Maschinen sein sollen.

Wie Pohler ferner sagte, werde Sony die PCs selbst produzieren.Um die Maschinen in Deutschland an den Mann zu bringen, wollen sich die Japaner ihrer bisherigen Vertriebskanäle bedienen.Zu den Preisen wollte Pohler allerdings keine Aussagen machen.

Das Akronym Vaio ist Programm: Video Audio Integrated Operation soll Beleg sein für die Fähigkeit der Sony-PCs, mit diverser Zusatzgerätschaft wie Camcordern, Mini-Discs etc. reibungslos zu kooperieren und so die Funktionalität eines Rechners zu erweitern.Hierzu nutzt Sony die IEEE-zertifizierte 1394-Bus-Schnittstelle, firmenintern als "I-Link" bezeichnet.

Die Crux des Sony-PC-Abenteuers: Es blieb unklar, was einen Käufer bewegen sollte, sich auf Rechner des Newcomers zu kaprizieren.Im Prinzip unterscheiden sich die japanischen Modelle in keiner Weise von anderen Produkten, die heute am Markt sind.Immer mehr Anbieter unterstützen zudem die 1394-Bus-Schnittstelle, weswegen man sie getrost als Industriestandard der nahen Zukunft bezeichnen kann.Pohler äußerte sich diesbezüglich eher vage.Er unterstrich, ganz Sony habe sich das Konzept der "Vaio-World" auf die Fahnen geschrieben.Was bedeute, daß auch Geschäftsabteilungen, die sich im Consumer-Markt betätigen, die PC-Technologie immer in den Mittelpunkt einer ganzheitlichen Produktentwicklung stellen würden.

Angesichts eines weltweiten PC-Marktes, der sich zunehmend im Sog einer Konsolidierung auf wenige große Anbieter befindet, erscheint Sonys PC-Vorhaben als mutig.Die japanischen Kollegen von Toshiba unternehmen bereits den zweiten Versuch, mit Tisch-PCs zu reüssieren, nachdem ein erster vor etlichen Jahren scheiterte.Nur Hewlett-Packard (HP) hat es in den vergangenen Jahren geschafft, sich praktisch aus dem Nichts heraus unter den weltweit erfolgreichsten PC-Herstellern zu plazieren.Allerdings hatte HP das PC-Segment jahrelang vernachlässigt.Zudem waren die Kalifornier als Computerhersteller mit einer breiten Midrange- und Top-end-Rechnerpalette in DV-Abteilungen immer von Bedeutung.

In den erlauchten Kreis der Top-PC-Anbieter können sonst nur auf nationaler Basis Lokalmatadoren wie in Deutschland die Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG (SNI) eindringen.Unter anderem dank seiner Präsenz bei Behörden schaffte das bajuwarische Unternehmen nach Jahren der Flaute das stärkste Comeback seit Lazarus im deutschen PC-Segment.

Argumente wie HP oder SNI kann Sony aber nicht in die Waagschale werfen.Die Japaner sind vor allem als Anbieter von Monitoren und von Gerätschaften für die elektronische Unterhaltungsindustrie bekannt.Pohler bestätigte, daß man sich nur über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ein gelungenes Entree im PC-Markt verschaffen könne.Zweifel bleiben trotzdem, ob sich Sony in einem konsolidierten PC-Markt etablieren kann.