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Sun favorisiert lokalen Ansatz


16.11.2001 - 

Erste Schritte für kommerzielles Grid-Computing

MÜNCHEN (CW) - Der Weg für Grid-Computing in die kommerzielle IT ist ein Stück kürzer geworden. Sun will eine erste Enterprise Edition seiner Clustering-Software "Grid Engine" auf den Markt bringen. Auch Compaq plant, die Grid-Lösung einer kanadischen Firma in sein Programm für Alpha-Server aufzunehmen.

Grid-Computing verspricht die Nutzung nahezu unbegrenzter IT-Ressourcen, indem man Rechner über ein Hochleistungsnetz zu einem Verbund koppelt. Experten sprechen bereits von "Great Global Grid" als Nachfolgegeneration des World Wide Web. Mit dem Zusammenschluss von Prozessorressourcen und Speicherkapazität beschäftigen sich derzeit allerdings überwiegend Forschungseinrichtungen, die sich mit immer rechenintensiveren Aufgaben konfrontiert sehen. IBM hat diesen Bedarf sehr frühzeitig erkannt und baut bereits die ersten Server-Farmen unter anderem an Universitäten in England und den Niederlanden. Bei IBM Deutschland rechnet man mit ersten Dienstleistungen in dieser Art für Unternehmen innerhalb der nächsten zwölf Monate (siehe CW 32/01, Seite 14).

Derartige Services bietet jetzt die kanadische Firma Platform Computing Inc. an. Grundlage ist die für den Grid-Betrieb weitgehend akzeptierte Open-Source-Basistechnik des "Globus Toolkit" (www.globus.org). Die Toolbox stellt eine Reihe von Kernfunktionen etwa für Ressourcen-Management, Sicherheit, Datenverwaltung und Fehlerentdeckung bereit. Rund um diese Software gruppiert der Anbieter seine Offerte in Form von Installation, Integration und Training.

Darüber hinaus vermarktet Platform Computing ein selbst entwickeltes Paket zum Aufbau von Grid-Infrastrukturen. Die Suite umfasst Cluster-Funktionen, Peer-to-Peer-Software, File-Transfer sowie Tuning-Programme, mit denen Anwender die Systemskalierbarkeit erhöhen können. In dieser Software wird auch das Globus Toolkit enthalten sein. Als Vertriebspartner hat der Hersteller Compaq gewonnen, das die Software als Teil einer Grid-Lösung für Alpha-Server verkaufen will.

Auch Sun sucht inzwischen verstärkt nach Möglichkeiten, wie man mit Grid-Architekturen Geld verdienen kann. Im Gegensatz zur IBM, die von "Global Grid" spricht und damit die Vernetzung weltweit verteilter Kapazitäten meint, konzentriert sich Sun auf so genannte Campus Grids, also die Bündelung unternehmensinterner Ressourcen. Aufgrund eigener Marktforschung habe man festgestellt, dass 76 Prozent der befragten Unternehmen einen möglichen Grid-Einsatz zunächst nur innerhalb des eigenen Gebäudes erwägen. Dort sind es vor allem die Applikationen der Entwicklungs-, Konstruktions- und Forschungsabteilungen, die immer höhere Rechenleistung erfordern.

Genau diese Klientel will Sun mit der ab nächstem Jahr verfügbaren Enterprise Edition ansprechen.

Dazu hat der Hersteller seine schon jetzt kostenlos zum Download angebotene Grid Engine an die Management-Tools der I-Planet-Suite angepasst. In dieser Kombination sollen sich Grid-Computing-Portale aufbauen lassen, die es Administratoren erleichtern, freie Ressourcen zu finden und zu verwalten. (ue)