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10.12.1993

Erste strategische Etappe unter Descarpentries Bull und Cisi gruenden Venture fuer das Facilities-Management

PARIS (CW) - Der Fuehrungswechsel bei Bull zeigt erste konkrete Auswirkungen. So gruendete der franzoesische DV-Hersteller zusammen mit dem Softwarehaus Cisi die Tochter Athesa, die in dem Bereich Facilities-Management aktiv werden soll.

Etwa 400 Millionen Franc Umsatz im Stammland und zwei bis drei Milliarden weltweit soll die Tochter Athesa erzielen, die zu gleichen Teilen von der Groupe Bull und Cisi gehalten wird. Cisi gehoert mehrheitlich zum Einflussbereich der Industrieholding des staatlichen Atomenergiekommissariats (CEA-I).

Athesa-Chef Jacques Tordjman, der zuvor der franzoesischen Filiale von EDS vorstand, leitet jetzt 650 Mitarbeiter, die zu zwei Dritteln aus dem Hause Cisi, zu einem Drittel von Bull kommen. Das Projekt wurde im vorigen Juni von den Partnern beschlossen und tritt am 1. Januar 1994 in seine operationelle Phase. Nach Auskunft von Tordjman gibt sich Athesa juristisch die Form einer Holding, die zunaechst ueber eine gleichnamige Betriebsgesellschaft in Frankreich verfuegen wird.

Fuer spaeter sind auch Niederlassungen in anderen Laendern Europas geplant. Um ihrem Venture eine moeglichst breite Kapitalbasis zu verschaffen, streben Bull und Cisi den Beitritt weiterer Partner zu der Holding an. Einschlaegige Gespraeche mit "drei franzoesischen Industrie- und Bankgruppen" sollen noch bis Ende Januar unter Dach und Fach gebracht werden.

Athesa-Chef hofft auf oeffentliche Auftraege

In Frankreich will Athesa vor allem Facilities-Management im Bereich der oeffentlichen Verwaltung betreiben - ein Markt, den Tordjman auf etwa zehn Milliarden Franc pro Jahr schaetzt. In diesem Segment fuehlen sich die beiden Gruender befaehigt, "grosse und mittlere Systeme aller fuehrenden Hersteller und Marken" zu verwalten und zu warten.

In der franzoesischen DV-Branche wird das Athesa-Venture auch als erste strategische Entscheidung des neuen Bull-Chairman Jean-Marie Descarpentries bewertet: Der vom Staat und France Telecom garantierte Zufluss in Hoehe von elf Milliarden Franc soll in diesem Zusammenhang nicht nur der Entschuldung und Bilanzsanierung dienen, sondern auch der Entwicklung zukunftstraechtiger Taetigkeitsbereiche.