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04.08.1995

Erste Vorschlaege auf den Tisch gelegt EU-Kommission diskutiert ueber digitales Urheberrecht

BRUESSEL (IDG) - Auf weltumspannenden Datennetzen ist der Schutz der Urheberrechte nicht gewaehrleistet. Die Europaeische Kommission hat ein Dokument zur Diskussion gestellt, das sich mit den rechtlichen Konsequenzen fuer die EU-Laender befasst.

Die EU bittet um Stellungnahmen zu einem 90seitigen Gruenbuch "Copyright and Related Rights in the Information Society".

"Es ist besser, auf der Hut zu sein", erklaerte EU-Generaldirektor John Mogg, als "vorzupreschen und es falsch zu machen." Es beduerfe einer fein austarierten Balance zwischen dem Schutz der Urheber und dem freien Fluss von Informationen und Diensten. Starke Restriktionen wuerden Europa gegenueber den USA und Japan ins Hintertreffen geraten lassen.

Das Dokument beschreibt bestehende Urheberschutzgesetze und analysiert, inwieweit sie fuer den Verkehr auf Datenautobahnen anwendbar sind. So duerfen nach den derzeitigen Vorschriften geschuetzte Werke ungehindert verbreitet werden, wenn mit dem Autor eine Einigung ueber eine Verguetung erzielt worden ist. Das ist in den Netzen nicht zu kontrollieren, weshalb die Studie die Frage stellt, ob man Autoren das Recht einraeumen sollte, die digitale Verbreitung ihrer Werke zu verbieten.

Auf der Basis der eingehenden Kommentare und Vorschlaege will die Kommission ein "white paper" erstellen. Dieses soll Grundlage fuer die Diskussion eines Gesetzesrahmens der EU sein, den die Mitgliedslaender anschliessend in ihren nationalen Gesetzen nachbilden muessen.