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18.05.2001 - 

Eigene Läden sollen Marke stärken

Erster Apple-Shop in den USA

MÜNCHEN (CW) - Am Samstag eröffnet der Computerhersteller Apple in der Nähe von Washington D.C. seinen ersten eigenen Laden. Weitere Filialen sollen folgen. Bis dato verkaufte das Unternehmen seine Rechner nur online sowie über Vertragshändler und an Apple-Ständen in großen Elektronikmärkten.

Die derzeitige Krise im PC-Markt beeindruckt Apple offenbar nicht besonders. Während Konkurrent Gateway immer mehr seiner rund 300 "Country Stores" in den USA dicht macht, schlägt der kalifornische Computerhersteller jetzt die entgegengesetzte Richtung ein: US-Medienberichten zufolge wird am kommenden Samstag in McLean im US-Bundesstaat Virginia das erste Geschäft eröffnet, in dem es ausschließlich Macintosh-Computer zu kaufen gibt. Nach Angaben einer Firmensprecherin sind rund zehn weitere Filialen geplant - unter anderem im kalifornischen Palo Alto, in Littleton (Colorado), Chicago, Bloomington (Massachusetts), New York sowie in Phoenix (Arizona).

Der Einstieg in den Einzelhandel, den Apple als "Strategie zur Expansion der Marke" bezeichnet, wird von Analysten weitgehend positiv aufgenommen. In großen Elektronikmärkten gingen die Mac-Rechner häufig in der Flut von Windows-PCs unter. Zudem ließen sich die Produkte in eigenen Geschäften besser verkaufen, da die Kunden hier mehr Zeit und Muße zum Ausprobieren hätten. Charlie Wolf von Needham & Co. hält die aktuelle Strategie des Konzerns, der im PC-Markt derzeit einen Anteil von drei Prozent hält, sogar für dringend notwendig, um zusätzliche Kunden zu gewinnen. Auch für die Vermarktung von Apples neuem Betriebssystem Mac OS X böten die Shops mehr Möglichkeiten.

Vertrieb via Internet sinnvollerEs gibt jedoch auch kritische Stimmen. Nachdem Apple im vergangenen Jahr mit massiven Absatzproblemen zu kämpfen hatte und erst im letzten Quartal wieder schwarze Zahlen schrieb, gilt die Investition in den Einzelhandel zum jetzigen Zeitpunkt als riskant. Zudem halten Branchenkenner den Vertrieb via Internet speziell im Hardwarebereich grundsätzlich für sinnvoller als über stationäre Läden. Apple erwirtschaftete im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres rund ein Drittel des gesamten Umsatzes über seinen Online-Shop.