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28.08.1987 - 

Eidgenossen holen beim Supercomputer-Einsatz auf:

Erster Convex C-1 in der Schweiz installiert

GENF (CWS) - Die US-Firma Convex Computer hat im Departement für Festkörperphysik der Universität Genf ihren ersten Mini-Supercomputer in der Schweiz installiert. Gleichzeitig wurde Convex Computer Swiss mit Sitz in Zürich gegründet.

Am Kauf des Mini-Supercomputers waren zwei Institute beteiligt: das Observatoire de Genéve in Sauverny und das Département de Physique de la Matiére Condensée der Universität Genf. Die 35 Mitarbeiter des Universitätsinstitutes erforschen mit selbstentwickelten Fortran-Programmen die Elektronenstruktur von Materialien. Im Institut. sind drei Professoren auf dem Gebiet der Supraleitfähigkeit beschäftigt. In diesem Wissenschaftsgebiet sind in der letzten Zeit Erfolge bekannt geworden, die die Vorteile der Verringerung des elektrischen Widerstands von bestimmten leitfähigen Materialien bei Tiefsttemperaturen auch für die industrielle Nutzung interessant machen. Bisher wurden ausgedehnte Vektorberechnungen über Telepac-Anschluß auf der an der ETH in Lausanne installierten Cray 1 durchgeführt.

Der mit dem Aufbau der Schweizer Niederlassung beauftragte Bernd Kuhne nennt als maßgebliche Gründe für den bisherigen Erfolg der C-1-Rechner die Kompatibilität zu den Cray-Supercomputern und den vektorisierenden Fortran-Compilern von Convex. Schon bis Ende 1987 will Convex Computer Swiss drei Mini-Supercomputer verkauft und den Break-even-Point erreicht haben. Vorerst ist Kuhne mit der Suche nach Geschäftsräumen und der Rekrutierung von Schweizer Mitarbeitern beschäftigt. Sieben Mitarbeiter sollen noch in diesem Jahr angestellt werden: je zwei für Verkauf, Sekretariat, Technik und einer für die Geschäftsführung. Kuhne legt Wert darauf, Mitarbeiter zu beschäftigen, die mit der Mentalität der potentiellen Anwender in der Schweiz vertraut sind.

Die erste Installation eines amerikanischen Rechners der Zürcher Firma wurde noch von Deutschen ausgeführt, die das System in der Westschweiz einem Schweden übergaben. Kuhne: "Der schweizerische Markt hinkt mindestens ein Jahr hinter dem deutschen her." Dies könnte sich bald ändern, denn inzwischen ist eine weitere C- 1 in Zürich installiert worden.

Projekt-Koordinator soll kein Postler mehr sein

In jenen Trägervereinskreisen, die 75000 Franken jährlich einbringen sollen, scheint es nun ein ausgemachtes Ziel zu sein, Projekt-Koordinator Colombo möglichst rasch loszuwerden und durch eine außerhalb der PTT stehende Person zu ersetzen. Andernfalls, so wird bereits angetönt, ist nicht ausgeschlossen, daß zum Rückzug geblasen wird. Damit wäre die Finanzierung des Projektes mehr als fraglich. Dies um so mehr, als PTT-Generaldirektor Trachsel heute nicht mehr von Gesamtkosten von 40 bis 60 Millionen Fragen, sondern von solchen in der doppelten Höhe sprach - zu übernehmen von Wirtschaft und PTT. Gleichzeitig verblüffte Trachsel die Anwesenden mit dem Hinweis, die Videotex-Gebühren würden im Hinblick auf dieses Projekt gesenkt.