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10.01.1975

Erster deutscher Anschluß an ARPA-Netz

BIRLINGHOVEN - Bei einem internationalen Arbeitstreffen zum Thema "Distributed Computer-Systems" (Dezentrale Rechnersysteme), das kürzlich vom Institut für Datenfernverarbeitung und vom lnformatik-Kolleg der GMD in Darmstadt durchgeführt wurde, demonstrierte Professor Kirstein aus London den ersten deutschen Kontakt zum amerikanischen ARPA-Netzwerk (Advanced Research Project-Agency), ein Rechnernetz, das die wichtigsten Forschungsinstitutionen Amerikas verbindet.

An diesem Netz ist das US-Verteidigungsministerium mit einem Verbund von 24 Rechenzentren und 31 Computern unterschiedlicher Hersteller für Pentagon-Forschungsaufträge beteiligt. Interface Message Processors (IMP) lösen das Problem der Kompatibilität und schalten die im System jeweils am wenigsten genutzten Resourcen so, daß Computer beispielsweise in Kalifornien und Massachusetts zusammenarbeiten können. Durch einen akustisch gekoppelten Fernschreiber und eine Telefondirektleitung zeigte Kirstein in seinem Labor in London die Möglichkeit der Datenfernverarbeitung. Mit einem Koppelrechner, der über eine feste Transatlantikleitung mit dem ARPA-Netz verbunden ist, wird durch Wahleinrichtungen die Verbindung zum Fernsprechnetz ermöglicht. Mehrere an das ARPA-Netz angeschlossene PDP-10-Rechner, die zusammen das TENEX-Timesharing-Netz bilden, gaben Kirstein Auskunft auf seine Anfragen beim ARPA-Netzkontroll- und Informationszentrum, ob eine Nachricht für ihn eingegangen sei. hö