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28.11.2003 - 

Volks- und Raiffeisenbanken bilden die Vorhut

Erster EMV-Chip auf Kreditkarten

MÜNCHEN (CW) - Die Volks- und Raiffeisenbanken bieten ihren Kunden ab November die Mastercard mit EMV-Chip an. Damit soll die Sicherheit von Online-Zahlungen per Kreditkarte deutlich zunehmen.

Der genossenschaftliche Finanzverbund ist in Deutschland die erste Bankengruppe, die eine Kreditkarte mit einem EMV-Chip anbietet. EMV steht für Europay, Mastercard und Visa und ist ein von Mastercard und Visa gemeinsam entwickelter Standard für den chipgestützten Zahlungsverkehr im Bereich der Debit- und Kreditkarten sowie der Terminalinfrastruktur. Auch in Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, Österreich, Skandinavien und der Schweiz läuft die Ausstattung der Kreditkarten mit EMV-Chip - oder ist bereits abgeschlossen.

Neben der üblichen Kreditkartenfunktion kann der Karteninhaber für Zahlungen im Internet das Verfahren "Mastercard Securecode" nutzen. Er erhält von seiner Filiale einen Kartenleser, der nicht mit dem PC verbunden werden muss. Besucht der Kunde die Web-Seite eines Online-Händlers, der das Verfahren anbietet, erscheint ein Hinweis, dass Mastercard-Securecode-Transaktionen ausführbar sind.

Jedesmal, wenn ein Kunde bei einem solchen Händler einkauft, öffnet sich nach Eingabe der Kreditkartennummer automatisch ein neues Browser-Fenster. Hier wird nun ein vom Kartenleser ("Digipass 800" von Vasco) jeweils neu generierter Sicherheitscode eingegeben. Sobald eine Autorisierung des Codes durch die kartenausgebende Bank erfolgt, ist die Transaktion freigegeben und die Zahlung abgeschlossen. Abgesehen von einem Standard-Browser und dem Kartenleser setzt das Verfahren keine weiteren Komponenten voraus.

Derzeit unterstützen rund 30 deutsche Online-Anbieter das Verfahren, darunter das Versandhaus Otto. Weltweit haben sich nach Angaben der genossenschaftlichen Bankengruppe mehr als 10000 Anbieter für die Einführung entschieden. Vor Inbetriebnahme müssen sie jedoch einen Zertifizierungsprozess von Mastercard durchlaufen haben.

Einen kleinen Schönheitsfehler weist das Verfahren noch auf: Wenn der Nutzer am Kartenleser dreimal eine falsche persönliche Identifikationsnummer (PIN) eingegeben hat, kann die Karte nicht mehr für Internet-Einkäufe eingesetzt werden. Sie funktioniert weiterhin an allen Terminals und Geldautomaten. Will der Kunde jedoch weitere, mittels Mastercard-Securecode gesicherte Transaktionen vornehmen, muss er eine neue Karte bestellen. (rg)