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07.01.1994

Erstmals die Milliarden-Dollar-Grenze ueberschritten Durch Akquisitionen rutscht Novell 1993 in die Verlustzone

PROVO/DUESSELDORF (CW) - Obwohl die Novell Inc. mit 1,12 Milliarden Dollar den Umsatz um 20 Prozent steigern konnte, musste der Netzwerkspezialist im abgelaufenen Geschaeftsjahr 1993 Verluste in Hoehe von 35 Millionen Dollar hinnehmen. Als Ursache fuer das Resultat gibt die Company die Kosten fuer diverse Firmenuebernahmen an.

Ohne die ausserordentlichen Aufwendungen haette Novell einen Gewinn von 282 Millionen Dollar vorweisen koennen. Allerdings wurde dieses Ergebnis - das ein Profitwachstum von 13 Prozent bedeutet haette - vor allem durch den Kauf der Unix Systems Laboratories (USL) belastet. Allein dafuer musste Novell-Boss Ray Noorda im dritten Quartal 320 Millionen Dollar bezahlen.

Die Kosten fuer die Akquisition der Softwarehersteller Fluent, Serius und Software Transformation schlugen insgesamt mit 56,5 Millionen Dollar zu Buche. Den Kaufpreis fuer Univel veroeffentlichte Novell nicht.

Das realisierte Umsatzwachstum von zwanzig Prozent verdankt die Company in erster Linie ihren Netware-Produkten, die dem Marktforschungsinstitut IDC zufolge in 70 Prozent aller weltweit installierten PC-Netzwerke eingesetzt werden. Gegenueber dem Vorjahr stiegen die Einnahmen aus diesem Sektor 1993 um 24 Prozent. Zu 84 Prozent trage die LAN-Software zum Gesamtumsatz bei, liess Novell wissen. Der Anteil der neuen Version 4.x am Netware-Umsatz ist jedoch mit knapp zehn Prozent noch bescheiden. Raketenartig in die Hoehe schoss das Unix-Geschaeft. Es macht zwar erst sieben Prozent des Gesamtumsatzes aus, nahm aber im letzten Fiskaljahr um 96 Prozent zu.

Neben Netware, dem bisher wichtigsten Standbein, will Novell der offiziellen Verlautbarung zufolge Unixware und Appware als "bedeutende Faktoren fuer den Einsatz fortschrittlicher Informationssysteme etablieren". Dabei stelle das eng mit Netware verzahnte Unixware die Anwendungsplattform dar. Mit App- ware biete das Unternehmen Programmierwerkzeuge fuer die Entwicklung verteilter Netzwerkapplikationen.

Der Zukunft "optimistisch entgegen" blickt denn auch Willy Soehngen, seit Sommer vergangenen Jahres Geschaeftsfuehrer der deutschen Novell GmbH, die mit Einnahmen von 210 (Vorjahr: 198) Millionen Mark groesste auslaendische Niederlassung des Netzwerkspezialisten bleibt.