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04.04.1975

Erstmals Statistik über Arbeitslosigkeit in der EDV:Krisensichere Arbeitsplätze

NÜRNBERG - Noch immer werden EDV-Fachkräfte - erfreulicherweise besser - bezahlt als die übrigen Beschäftigten im technischen Bereich. Noch immer bevölkern Stellungslose die bundesdeutschen Arbeitsämter. Dagegen sind joblose EDV'ler mit der sprichwörtlichen Lupe zu suchen. Diese Feststellung stützt sich auf statistisches Zahlenmaterial. Erstmals hat die Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg die Beschäftigungslosen-Ziffern aus dem EDV-Bereich nach sogenannten Berufsklassen zusammengestellt und bekanntgegeben. Demnach waren am Stichtag, dem 30. September 1974 (jüngere Zahlen werden erst im Laufe des späten Frühjahres vorliegen) nur 700 männliche und 218 weibliche arbeitslose DV-Fachkräfte bei den neun Landesarbeitsämtern registriert. Das sind knapp 0,45 Prozent von den derzeit rund 200 000 im EDV-Bereich Beschäftigten. Im Vergleich dazu die Gesamtarbeitslosenzahl (Männer/Frauen, alle Berufssparten) vom September 1974: 556 876. Diese Ziffer hat sich inzwischen mehr als verdoppelt.

Selbst wenn man von der Annahme ausgeht, daß die Gesamtzahl von 918 stellungslosen EDV'lern in den vergangenen sechs Monaten ebenfalls um einhundert Prozent gestiegen sein sollte - wofür bisher keine Anzeichen vorliegen - dann würde das, gemessen an den insgesamt 200 000 EDV-Fachkräften, noch nicht einmal ein Prozent ausmachen.

In Anbetracht der Jetzt über 1,3 Millionen beschäftigungslosen

Männer und Frauen im Bundesgebiet wären davon rund 1900 aus dem EDV-Bereich immer noch vergleichsweise gering.

Eine Erklärung für die Ausnahmestellung der in der EDV Beschäftigten in einer Phase hoher Arbeitslosen-Quoten vermag die Bundesanstalt nicht zu geben. Folgende Überlegung ist jedoch naheliegend: Je instabiler die wirtschaftliche Lage ist, je höher der Kostendruck, um so mehr fällt den EDV-Abteilungen die Aufgabe zu, notwendige Rationalisierungsmaßnahmen durchzuführen.