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10.10.1986 - 

Kongreß will Kaufleuten Bürotechnik schmackhaft machen:

Ertragssicherung als Argument für DV-Einsatz

adi-Forum:

"Informations-verarbeitung Einstieg in die DV von morgen"

Der Anwenderverband Deutscher Informationsverarbeiter e.V. (adi), Deutschlands größter und ältester Anwenderverband, richtet in seinem Forum zum Orgatechnik-Congress vier Seminar-Reihen aus.

In der ersten Reihe geht es um PC-Anbindung an den Host. Im praktischen Einsatz insbesondere im kommerziellen, aber auch im technischen Bereich und auch bei der Gewinnung aussagekräftiger Statistiken zeigen sich, so der adi, aber bald die Grenzen dieser Geräte; der Anwender muß auf die Daten der Groß-EDV zugreifen können.

Es gibt keinen Hersteller, der nicht vollmundig verspricht, daß dies kein Problem sei. Für die Einbindung in ein Netz - und damit die Anbindung an den Host - bedarf es zusätzlicher Hard- und Software für die notwendige Emulation. Das kostet je nach Art und Anzahl der Geräte und den Übertragungsmöglichkeiten zwischen 400 und 15 000 Mark. Als weiterer Faktor kommt das notwendige Know-how dazu, denn bei PCs gibt es keine kostenfreie Unterstützung durch den Lieferanten. Seine Erfahrungen auf diesem Gebiet will der adi nun einem breiten Anwenderkreis zugänglich machen.

Parallel dazu wird sich eine zweite Reihe mit den sogenannten Programmiersprachen der 4. Generation befassen. Auch hier geht es um den Einsatz für Endbenutzer, und auch hier klafft eine deutliche Lücke zwischen Verkaufsargumenten und Realität. Berichte aus Hochschule und Praxis sollen den Anwendern Hilfestellung für die eigenen Entscheidungen bieten.

Unix pro und kontra hat zeitweilig das Ausmaß eines philosophischen Streits angenommen. Grund für den adi, dieses Thema in seiner dritten Reihe anzupacken und beide Seiten zu Wort kommen zu lassen, Befürworter wie Gegner. Experten werden das Pro und Kontra herausarbeiten, wobei die Darstellung der Möglichkeiten und Grenzen von Unix nicht zu kurz kommen soll. Da der Zuhöhrerkreis sich teilweise mit dem erstgenannten Thema überschneiden könnte, sind beide Workshops zeitlich koordiniert.

Die vierte Reihe wird aus Fachvorträgen bestehen, die untereinander keinen direkten Bezug haben. Namhafte Referenten werden zu allgemein bedeutsamen Fragen Stellung nehmen.

GDO-Forum:

Durch Praxis zu neuen Erkenntnissen - organisatorische Umsetzungneuer

Technik-Systeme"

Auch die Gesellschaft Deutscher Organisatoren e.V. (GDO), ein Berufsverband hauptamtlicher Organisatoren, bietet in ihrem Forum vier Seminar-Reihen an. In der ersten Veranstaltung referiert Rolf Schramm über Ausbildung und Training beim Einsatz von Bürokommunikationssystemen in der Praxis.

Die Erfahrung mit dem Einsatz neuer Bürokommunikationstechnik habe, so der GDO, gelehrt, daß mit vordergründiger Handhabungsschulung allein den Benutzern dieser Systeme noch nicht geholfen sei. Die bisher üblichen DV-Fachausbildungskonzepte seien zum Scheitern verurteilt. Hier entscheide sich aber zu einem großen Teil der wirtschaftliche Nutzen der neuen Technik.

Der Referent will aufzeigen, wie erfolgreiche Ausbildungskonzepte für Bürosysteme aussehen und welche Regeln beachtet werden sollten, damit der volle Nutzen der Technik nicht schon im Vorfeld der Anwendung entscheidend geschmälert wird.

Im zweiten Seminar versucht Werner Odemer zu erklären, welche Vorteile das Informations-Center als neue Organisationsform der endbenutzerorientierten Datenverarbeitung den Unternehmen bringt. In den Fachabteilungen wächst die Kenntnis über die Möglichkeiten der neuen Bürotechnik (PC, Bürokommunikationssysteme). Immer drängender werden deshalb ihre Anforderungen an die klassischen Ansprechpartner DV und Organisation, entsprechende Lösungsvorschläge zu entwikkeln. Aufgrund unzureichender Kapazität sowie mangelnde Kenntnis und Erfahrung sind diese aber heute vielfach nicht in der Lage, diesen Anforderungen zu entsprechen. Damit besteht nach Ansicht der GDO die Gefahr einer Verselbständigung und eines unkontrollierten Wildwuchses des Technikeinsatzes. Wie diese nachteilige Entwicklung mit Hilfe eines Informations Centers gestoppt werden kann und wie diese neue Servicefunktion aussieht, ist das Thema dieser Runde.

Mit der Projektorganisation beim Einsatz von Bürokommunikationssystemen - Erfahrungen beim Aufbau eines überregionalen Bürokommunikationsnetzes befaßt sich Ruppert Walter im dritten GDO-Seminar. Die Organisationserfahrungen mit Bürokommunikationsprojekten, die auch überregionale Lösungen anstreben, sind noch sehr dünn gesät. Es fehlt den Organisatoren an konkreter Projekterfahrung, die sie für eigene Vorhaben gewinnbringend berücksichtigen können.

Aus der Sicht des Organisators wird gezeigt, wie ein überregionales Bürokommunikationsprojekt abgewickelt wurde, welche Umstände von den Projektorganisatoren besonders zu beachten sind, und was in den einzelnen Projektphasen - angefangen von der Erhebung und Analyse bis hin zur Schulung und Einführung - zu berücksichtigen ist.

In dem Workshop Instrumente für den Organisator - Software-Tools für die Einsatzplanung von Bürokommunikationssystemen, den Horst G. Schönecker leitet, geht's um Kommunikations-, Informations- und Ablaufanalysen, die in Bürokommunikationsprojekten ein zwar sehr aufwendiger, aber notwendiger Bestandte

der Organisationsarbeit sind.

Ohne entsprechende DV-Unterstützung sind diese sehr zeitraubenden Aufgaben inhaltlich kaum mehr zu bewältigen. Es gibt heute schon eine Reihe von Software-Tools, die der Organisator hilfreich für diese Projektarbeit einsetzen kann.

In diesem Workshop bietet die GDO den Teilnehmern die Möglichkeit, sich von der Leistungskraft solcher softwaregestützter Analysemethoden, von denen es noch nicht sehr viele gibt unmittelbar am PC zu überzeugen.

AWV-Forum:

"Bürotechnik"

Neue Wege zum wirtschaftlichen Büro will die Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e.V. (AWV), eine gemeinnützige Institution von Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, auf ihrem Orgatechnik-Forum weisen. Neben den Themen öffentliche Verwaltung und Datensicherheit bei verteilten DV-Systemen stehen optische Informations- und Dokumentationssysteme im Mittelpunkt des AWV-Programms.

Das Forum Verändern neue optische Medien die Information und Dokumentation? - Stand der Verfahrenstechnik und Einsatzplanung befaßt sich mit den technischen Perspektiven der kommenden Speichertechniken.

Die Gesamtsysteme und Einzelkomponenten optischer Systeme lassen sich nach Ansicht der AWV nur im Aufgabenverbund mit gewachsenen und neuen Verfahren bewerten. Das sind Bürokommunikation, zentrale Dokumentation und technische Hilfsdienste. Dabei ergeben sich Anforderungen an eine immer qualifiziertere Bereitstellung von Dokumenten, worin Texte, Grafiken, Faksimile, Bilder, Farben und Sprache gleichwertig ihren (Speicher-)Platz suchen. Und das möglichst preiswert, sicher, lange, verteilbar, verbundfähig, offen und entwicklungsfähig.

Diskussionsgrundlage wird ein Vortrag von Elmar Petersen (Landesamt für Datenverarbeitung und Statistiken, Düsseldorf) sein.

Die zweite große Veranstaltung der AWV hat die Moderne Arbeitsplatzgestaltung nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten und Einführung neuer Technik zum Thema.

Vom Einsatz neuer Technologien - sei es nun durch die Datenverarbeitung, die Textverarbeitung oder durch die Personal-Computer - erwarten die Anwender eine nachhaltige Produktivitätssteigerung im Bürobereich von Unternehmen und Behörden. Um dies zu erreichen, muß in erster Linie die Akzeptanz der neuen Technologie gesichert werden. Dazu müssen ergonomische Erkenntnisse ebenso wie arbeitsphysiologische und arbeitspsychologische Maßnahmen berücksichtigt werden.

Doch der gewünschte Erfolg stellt sich nach Überzeugung der AWV erst durch "geplante, optimale Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzgestaltungen" ein. Die Verwaltungsexperten nennen ein Beispiel aus der Praxis: "Die Arbeitsplätze entsprechen nicht den ergonomischen Erfordernissen, die Mitarbeiter klagen über zu starke Störungen durch Lärm, unzureichende Beleuchtung oder über zu hohe Temperaturen beziehungsweise Zugluft. In absehbarer Zeit kann dies zu Abwanderungen von Mitarbeitern führen. Beim betroffenen Unternehmen führt dies zu jährlichen Kosten pro zu ersetzenden Mitarbeiter bei der Betreuung der neuen Mitarbeiter in Höhe von etwa 30 000 Mark."

Das Referat von Walter Paulsen informiert darüber, wie heute Büroarbeitsplätze mit Bildschirmgeräten, Teletex, CAD oder anderen neuen Medien und der sie umgebende Raum nach den gesetzlichen Bestimmungen und den ergonomischen Erkenntnissen zu planen ist. Dabei werden selbstverständlich auch wirtschaftliche Erfordernisse berücksichtigt.

Telecom-Forum:

"Organisation und Technik der Telekommunikation für geschäftliche Anwender"

Die Deutsche Telecom e.V. (DTeV) als Interessenvertretung der Telekommunikationsanwender gegenüber der Deutschen Bundespost und den Herstellern veranstaltet nunmehr zum 6. Mal das Telecom-Forum. Dieses Forum wendet sich vorzugsweise an alle Anwender der geschäftlichen Telekommunikation.

Das zentrale Thema: Regulierung des Fernmeldewesens in der Bundesrepublik Deutschland. Das staatliche Post- und Fernmeldemonopol gerät in der öffentlichen Diskussion zunehmend unter Druck. Einflüsse aus dem Ausland wie die der Regulierung in den Vereinigten Staaten, in Japan und in Großbritannien, aber auch das Einsetzen einer Regierungskommission mit dem Auftrag, Vorschläge über die Regulierung des Fernmeldewesens vorzulegen, haben eine breit angelegte Diskussion entfacht. Die DTeV will durch ihre Forums-Veranstaltung aus Anwendersicht ihren Beitrag leisten. Die Moderation dieser Vortragsreihe hat Dr. Ernst Herrmann, der als ehemaliger Ministerialdirektor des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen ein intimer Kenner ist, übernommen.

Hermann ist Berater des Vorstandes der DTeV. Im Eröffnungsreferat wird er die Position der deutschen Anwender zu den Fragen des Postund Fernmeldewesens vortragen. Das Wirtschaftsministerium, das bekanntlich gegenüber dem Postministerium die marktpolitische Komponente vertritt, wird vertreten durch Dr. Rolf Geberth, Ministerialdirigent. Geberth trägt vor, welche Liberalisierungstendenzen aus marktwirtschaftlicher Sicht angesagt sind. Für die Gesamtwirtschaft, vertreten durch den Deutschen Industrie- und Handelstag, wird sich Dr. Wolfgang Meyer mit den ordnungspolitischen Gegebenheiten befassen.

Grenzüberschreitender Datenverkehr ist nicht nur für multinatonale Firmen von großer Bedeutung, sondern auch für die Volkswirtschaft der einzelnen Länder. Für das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, zeigt Dr. Jürgen Müller Stand und Tendenzen auf. Einflüsse aus dem Ausland wirken sich auch auf die Fernmeldepolitik in der Bundesrepublik Deutschland aus. Welche Lehren und Konsequenzen aus anderen Ländern für die Politik der Bundesrepublik Deutschland zu ziehen sind, untersucht Dr. Karl-Heinz Neumann von Wissenschaftlichen Institut für Kommunikationsdienste der Deutschen Bundespost. Ernst O. Weiss von Data General, Paris, gibt einen Überblick über seine Erfahrungen mit Regulierungsfragen im benachbarten Ausland und in Übersee. Aus der Sicht der Deutschen Bundespost werden die Ministerialräte Gerd Tenzer und Alfred Schwall Stellung nehmen. Zum Abschluß bringt Dr. Franz Arnold, Ministerialdirektor i.e.R. und derzeit Mitglied der Geschäftsleitung SCS Bonn einen neuen Vorschlag für ein Modell in der Bundesrepublik Deutschland. Die abschließende Diskussion wird von Dr. Ernst Herrmann moderiert.

Diese Vortragsreihe mit hochrangigen Vertretern aus den Bereichen Deutsche Bundespost, Anwender, Hersteller und Berater will einen aktiven Beitrag für die Neuregulierung des Postmonopols leisten.

Das Anwenderpositionspapier der Deutschen Telecom e.V.,

vorgetragen von Dr. Ernst Herrmann, kann bereits vorab über die Geschäftsstelle der Deutschen Telecom e.V. bezogen werden.

Weitere vorgesehene Seminarthemen: ISDN, Breitbandkommunikation und der "kommunikative Arbeitsplatz".

VTV-Forum:

"Von der Textverarbeitung zur Bürokommunikation"

Der Verband für Textverarbeitung und Bürokommunikation e.V. (VTV) informiert in vier Seminarreihen über den Fortschritt im Schreibbüro.

Den Hörern des Vortrags Stand und Entwicklungstendenzen der Technologie werden, vom heutigen Stand der Technik ausgehend, die sich aus der Mikroprozessor-Entwicklung ergebenden Innovationstendenzen und deren Auswirkung auf die Bürosysteme dargestellt. Das nächste in dieser Reihe stattfindende Referat bezieht sich auf die bereits heute gegebenen organisatorischen Umsetzbarkeiten.

Das erste Referat des Komplexes Textverarbeitung für Einsteiger beschäftigt sich mit den organisatorischen und technischen Grundlagen, die bei der Einführung von Textverarbeitung zu berücksichtigen sind. Außerdem werden wichtige Rahmenbedingungen beleuchtet, um nicht den späteren Ausbau zur Bürokommunikation zu behindern. Ein zweites Referat geht auf mögliche Auswahlkriterien für Hard- und Software ein.

Die Vortragsreihe Individuelle Datenverarbeitung befaßt sich hauptsächlich mit Einführungsstrategien für Bürokommunikation aus technischen und organisatorischen Perspektiven. Ebenso werden die Themen "Vernetzung" und "Tragbares Büro - der Handheld-Computer, die neue PC-Generation" behandelt. Auch die Textverarbeitung mit Großrechnern und die hier bestehenden Hard- und Softwareprobleme

sind Gegenstand dieser Vortragsreihe.

Die Schlußveranstaltung Das Büro im Umbruch zum Büro der Zukunft nimmt sich auf Basis der aus den vorangegangenen Referaten gewonnenen Erkenntnisse der Gestaltung des Büros der Zukunft an. Es sollen Hilfen zur Selbsthilfe im Hinblick auf strategische Organisationsmaßnahmen gegeben werden.