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18.02.2000 - 

Dokumenten-Management/Kommentar

Es fehlt an Orientierung

Das Internet stellt kein Softwaresegment so sehr auf den Kopf wie das Dokumenten-Management. Während mit dem Web komplett neue Applikationen für E-Commerce und Front-Office entstehen oder etablierte ERP-Backbones über Kommunikations-Schnittstellen nach außen geöffnet werden, ist das traditionelle Dokumenten-Management im Kern betroffen. Hat es die Branche gerade geschafft, die unterschiedlichsten Dokumentenarten elektronisch aufzubereiten und komfortabel zu verwalten, stürmt nun eine Flut neuer Inhalte auf die Systeme ein. Wissen soll erschlossen, Content geboten werden. Gefragt ist nicht mehr ein Produkt, sondern eine komplette Infrastruktur, in der Dokumenten-Management im herkömmlichen Sinn nur noch einen Teilaspekt widerspiegelt, andere sind zum Beispiel Workflow, Groupware und neue Retrieval-Mechanismen.

Angesichts dieser Entwicklung sprechen Experten inzwischen von einem Markt für Document-related Technologies oder Knowledge-based Business. Ein Hersteller allein kann diese Herausforderung nicht mehr bewältigen. Mit Übernahmen versuchen Anbieter sich ein Portfolio zusammenzukaufen, andere flüchten in die einseitige Ausrichtung auf vertikale Märkte. Auf der Strecke bleiben viele Anwender, denen in doppelter Hinsicht die Orientierung fehlt. Bevor sie sich auf den Knowledge-Hype einschwören lassen, wollen sie zunächst wissen, ob ein ins Auge gefasster Hersteller die nächsten Jahre überlebt. Inhaltlich sehen sie sich mit Infrastrukturprojekten konfrontiert, deren Ziele unscharf sind - ist doch noch nicht einmal geklärt, was "Wissen" im konkreten Fall bedeutet und welchen Anteil es an einer Wertschöpfungskette hat. Sie ahnen nur, dass alles sehr schnell gehen und flexibel bleiben muss - obwohl da zahlreiche Dokumente sind, die auch in 20 Jahren noch revisionssicher archiviert sein müssen. ue