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26.07.1991

Es gibt noch viele Alternativen

Das Interesse an computergestützter Software-Entwicklung ist groß, der Einsatz entsprechender Werkzeuge aber noch vergleichsweise selten. Weniger als ein Fünftel aller Unternehmen, die zwischen 1000 und 10 000 Mitarbeiter beschäftigen, setzen CASE-Tools ein, die Planung ist jedoch überall voll im Gang.

Das Zögern hat finanzielle, technische und organisatorische Gründe: Jedes 20. Unternehmen, das sich auf den Einsatz von CASE-Techniken eingelassen hat, mußte aufgeben, weil methodisch unsauber vorgegangen wurde oder weil Mitarbeiter nicht vernünftig in entsprechende Projekte eingebunden waren. Diesen Anwendern schien computergestützte SW-Entwicklung schon bald uneffektiver und teurer als die vertrauten Entwicklungsmethoden.

Es sind jedoch nicht allein diese Probleme, die die Mehrheit der Großunternehmen vom aktiven CASE-Einsatz abhalten. Viele Anwender machen sich von der CASE-Politik ihres Allround-Lieferanten IBM abhängig, und wer das Software-Entwicklungskonzept AD/Cycle als Maß aller Dinge ansieht, der zieht es vor, abzuwarten und allenfalls einzelne Tools auszuprobieren.

IBM fand eine Reihe erstklassiger Zugpferde, die sogenannten AD/Cycle-Business-Partner, die hervorragende Werkzeuge zur Lösung verschiedenster Aufgaben für alle Phasen des Entwicklungszyklus anbieten konnten. Die versprochene Integration in ein Gesamtkonzept wurde jedoch bis dato nicht realisiert, denn das wichtigste, die Anbindung der verschiedenen Tools an das IBM-Repository, steht nach wie vor aus.

Dagegen sind Anwender, die sich vom AD/Cycle-Marktgeschrei nicht beeindrucken ließen, längst fündig geworden: Entwicklungsumgebungen wie Foundation von Arthur Andersen oder IEF von Texas Instruments/James Martin decken ebenfalls alle Phasen des Life-Cycle ab und sind darüber hinaus in ihrer Realisierung deutlich weiter fortgeschritten als das AD/Cycle-Konzept. Während das IBM-Konstrukt aufgrund seines Herzstückes, des Repositories, die Anbindung an das MVS-Betriebssystem und die DB/2-Datenbank erfordert, folgen die Wettbewerber mit ihren integrierten CASE-Umgebungen dem Open-SystemsTrend: Ihre Produkte lassen sich auf Rechnerplattformen verschidener Hersteller einsetzen.