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03.08.2001 - 

Colocation-Anbieter leiden unter Überkapazitäten

Es gibt zu viele Datenzentren

MÜNCHEN (CW) - Betreiber von Datenzentren stehen vor einem großen Problem. Die Vielzahl der Offerten hat zu Überkapazitäten geführt, so dass die Preise und Aktienkurse purzeln.

Das Dotcom-Sterben und die Zurückhaltung bei IT-Investitionen haben die Betreiber von Datenzentren kalt erwischt. Einer Einschätzung des Marktbeobachters Stephen Murphy von CIBC World Marktes zufolge sind derzeit allein in den USA lediglich 22 Prozent der Ressourcen tatsächlich vermietet. Angesichts der Schwäche des Marktes revidierten die Marktforscher von Gartner zudem ihre Prognose für die Branche: Bezifferten sie das Kapazitätswachstum einst auf 25 bis 30 Prozent pro Jahr, gehen sie nun von einer jährlichen Zuwachsrate von zwei bis fünf Prozent aus.

Die Idee der Hosting- oder auch Colocation-Anbieter war in Zeiten des Web-Booms viel versprechend. Sie richteten weltweit verteilte Datenzentren ein, ausgestattet mit redundanter Hochgeschwindigkeitsanbindung an das Internet, Sicherheitseinrichtungen, Backup- und Wiederherstellungs-Vorkehrungen sowie doppelt ausgelegter Stromversorgung. Nur Server standen nicht in den gekühlten Räumen. Die sollten Kunden aufstellen, die sich die Einrichtung eines eigenen Datenzentrums für ihre Web-Server ersparen wollten.

Doch das Geschäftsmodell Fläche plus Internet-Anbindung zur Miete funktioniert nicht mehr ohne weiteres, so dass die Betreiber ihr Serviceportfolio ausweiten. So behauptet etwa der Hosting-Anbieter Exodus, dass 65 Prozent seiner Kunden auch Services beziehen, die über die Bereitstellung von Server-Stellfläche hinausgehen. Die Anleger beeindruckten diese Zahlen offenbar wenig. Der Wert des Papiers ist mit weniger als fünf Dollar weit entfernt vom Jahreshoch, (knapp 70 Dollar).