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09.08.2005

Es gibt zu viele, die mitreden

Führungskräfte klagen über umständliche Abstimmung.
Auf die Frage "Was behindert die Entscheidungsfindung im Unternehmen?" ist die Mehrheit der deutschen Manager der Meinung, dass zu viele Personen mitreden.
Auf die Frage "Was behindert die Entscheidungsfindung im Unternehmen?" ist die Mehrheit der deutschen Manager der Meinung, dass zu viele Personen mitreden.

Manager hierzulande glauben an ihre Entscheidungsstärke. Laut einer aktuellen Studie der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft unter 560 Chefs gaben 78 Prozent an, dass sie gut entscheiden können. 85 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass man eine gute Führungskraft an ihrer Entscheidungsstärke erkennen kann. Nur 39 Prozent üben Kritik an der Management-Elite und glauben, dass diese entscheidungsschwach sei.

Ganz zufrieden sind die Chefs auch mit ihrem Entscheidungsspielraum. Immerhin 66 Prozent der Teilnehmer äußerten, dass die Möglichkeiten, bei der Arbeit Entscheidungen zu treffen, gut seien. Die Manager sind auch von den Daten und Informationen angetan, das ihnen zur Verfügung stehen: 88 Prozent behaupten, dass sie genug wissen, um die richtigen Entscheidungen fällen zu können. Alle Manager behaupten, dass ihnen die Einbeziehung der Beschäftigten in ihre Entscheidungen wichtig sei.

Autoritärer Führungsstil in der Krise

Sobald allerdings die eigene Person nicht mehr im Mittelpunkt steht, fallen die Antworten weniger euphorisch aus. Beispiel: 68 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Entscheidungsprozesse in deutschen Unternehmen zu komplex seien. Und fast ebenso viele glauben, dass Manager in Krisenzeiten dazu neigen, autoritär zu führen und viele Entscheidungen an sich zu reißen. Die Manager klagen darüber, dass es zu viele gibt, die mitreden dürfen. 84 Prozent der Teilnehmer sind der Meinung, dass Beschlüsse im Unternehmen vor allem dann blockiert oder verhindert werden, wenn zu viele Personen beteiligt sind. 77 Prozent stimmen der Aussage zu: "Macht- und Interessenkonflikte verhindern ein Votum für die beste Entscheidung", und an dritter Stelle rangiert die Feststellung:" Entscheidungen werden nicht oder zu wenig kommuniziert."

Das Szenario dürfte vielen Beschäftigten bekannt vorkommen: Zu viele Personen sind an der Entscheidungsfindung beteiligt, verfolgen ihre eigenen Ziele und Machtspielchen und legen keinen Wert auf eine klare Kommunikation der getroffenen Entscheidungen. (hk)