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28.01.1977

ET-Generatoren - nichts für Mündige?

Manuelles Verfahren oder ET-Generator diese Alternative, die eigentlich keine ist ( Analogie zur Demokratie-Definition: Nicht alle sind gleich , sondern Gleiche), hat - ausgelöst durch einen CW-Bericht in der Aufgabe 40 - zu einem kleinen "Kirchenstreit" geführt, aus dem sich die CW-Redaktion fairerweise heraushalten will. Allenfalls ein Hinweis auf die Installationszahlen von mehrfach verwendbarer Standard-Software im neuesten Isis-Katalog, Ausgabe 1/77, sei erlaubt. Nach wie vor halten es die meisten Anwender offensichtlich mit dem Spruch: "Laß mich hintern Baum, ich habe Frau und Kinder."

Daß Brücken geschlagen werden können, eine Verständigung unter den "feindlichen Lagern" möglich ist, beweist der folgende Beitrag. de

In der Hoffnung, nicht wieder auf die "mumienfreundliche" Seite der angeblich zweigeteilten Welt redigiert zu werden, möchte ich meinem Beitrag einige Sätze hinzufügen, die etwas weniger Interpretationsspielraum bieten, und damit auf den Beitrag von R. Schaefer antworten.

Ich zitiere aus Punkt 3 meines Schreibens:. . . Der ET-Generator stellt dennoch heute schon, dies sei unbestritten, ein gutes Hilfsmittel dar, weniger qualifizierten Programmierern die sichere Erstellung von klar strukturierten Programmen zu ermöglichen.

Außerdem werden Kommunikationsschwierigkeiten vermieden, wenn eine vom Organisator erstellte ET direkt in ein Programm umgewandelt werden kann.

Doch alle diese Vorteile bietet die manuell programmierte ET in gleicher Weise, wenn so systematisch vorgegangen wird, wie es Herr Kellerbad in seinem Bericht beschrieben hat.

Darüber hinaus kann diese Methode sogar in Assembler-Programmen angewandt werden, wenn man die Programmierung durch geeignete Makro-Anweisungen erleichtert oder kontrolliert.

Der mündige, qualifizierte Anwender kommt deshalb mit der "handgestrickten" Methode noch einige Zeit -ohne den ET-Generator aus...

Die letzten beiden Sätze sehe ich als Hinweis für die Anwender, zunächst einmal die vom Hersteller ihres EDV-Systems zur Verfügung gestellten Möglichkeiten (Makro-Assembler, COPY-Frunktion des COBOL-Compilers etc.) von auszuschöpfen, bevor sie sich der Kontrolle eines ET-Generators unbekannter Qualität unterwerfen.

Dies stellt meiner Meinung nach schon einen beachtlichen Schritt in Richtung einer computerunterstützten ET-Anwendung dar, weg von der handgestrickten (ohne Anführungszeichen!) Methode, hin zum Einsatz eines ET-Generators.

Dabei sollte nicht übersehen werden, daß rund zehn Prozent der heute auf dem Software-Markt angebotenen ET-Generatoren keine Pre-Compiler sind, sondern mehr oder weniger einfache AssemblerMakros mit oder ohne modularem ET-Prozessor.

Es gibt also keine "zweigeteilte Welt", sondern klar erkennbare Zwischenstufen in der Entwicklung der Anwender-Programmsysteme. Diese natürliche Entwicklung bietet ohne Zweifel die Möglichkeit einer kontinuierlichen Personalkostenreduzierung, die Herr Schaefer sehr richtig als einen Hauptaspekt herausgestellt hat.

Gerhard Hahm ist Systemberater in Berlin

R.Schaefer,

Von der Zweiteilung der Welt oder: Die Mumie, die (nicht) aus der Kälte kam.

Computerwoche Nr. 51/52 vom 17. Dez. 1976, S. 10

G. Hahm,

Handgestricktes reicht noch

Computerwoche Nr. 45 vom 5. Nov. 1976, S. 9

U. Kellerbach,

Eine Alternative zum ET-Generator?

Computerwoche Nr.40 vom 1 Okt. 1976, S. 9 ff.