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30.10.1998 - 

Alteingesessene Unternehmen fürchten neue Konkurrenz

Etablierte Carrier treten als Pioniere der IP-Telefonie in Erscheinung

Die etablierten TK-Anbieter in Europa treten als Pioniere bei der Entwicklung von Internet-Protocol-(IP-)Telefonie und Internet-basierenden Sprachdiensten auf. Damit wollen sie aufkommende Konkurrenten aus den USA und alternative Carrier auf ihren Platz verweisen, wie Datamonitor in einer Studie berichtet. British Telecom (BT), Deutsche Telekom, France Télécom, Telefonica und Telecom Italia betreiben entsprechende Tests.

Am weitesten in Sachen IP-Telefonie dürfte dem Analysten zufolge die Deutsche Telekom sein, die auch einen Anteil am israelischen Internet-Telefonie-Spezialisten Vocaltec hält. Bezieht man alle Internet-Dienste in die Betrachtung ein, liegen allerdings BT, Telia und Sonera weiter vorn (siehe Grafik). Vocaltecs Engagement in Europa beschränkt sich aber nicht auf die Deutsche Telekom. Auch wenn das Unternehmen keine Auskunft darüber gibt, mit welchen Carriern es zusammenarbeitet, so bestätigte eine Sprecherin doch, daß sich viele europäische TK-Anbieter für Vocaltecs Produkte interessieren.

Die Carrier konzentrieren ihre Aufmerksamkeit auf den Geschäftskundenmarkt, wo sie ihre Stärke sehen. Dort erfahren sie auch die heftigste Konkurrenz von Providern wie Worldcom und Colt Telecom sowie von Business-orientierten Internet-Service-Providern (ISPs) wie Uunet und Psinet. Die aggressiven Strategien dieser Unternehmen schmälern die Marktanteile der klassischen TK-Anbieter im Business-Internet-Geschäft.

Die Konkurrenz hat jedoch auch positive Seiten. So treibt sie zum Beispiel Innovationen an. Im Bereich IP-Telefonie entsteht dadurch eine größere Vielfalt von Sprachdiensten, und langfristig sinken die Kosten. Zu den Neuerungen wird auch ein Produkt von Vocaltec gehören, das sich gerade im Betatest befindet. Mit seiner Hilfe, so die Sprecherin, sollen Mitarbeiter an verschiedenen Standorten gemeinsam an einem Dokument arbeiten und die Änderungen diskutieren können.

Überwiegend Moderat stufen die Geschäftsführer der deutschen TK-Anbieter das Entwicklungspotential des hiesigen TK-Marktes ein. Eine vom Beratungsunternehmen Andersen Consulting veranstaltete Befragung unter 35 Unternehmenschefs erbrachte gegenläufige Einschätzungen im Hinblick auf das Servicebewußtsein der Privatkunden. Das Gros der Befragten glaubt, daß die Kundschaft Anstrengungen im Dienstleistungsportfolio sowie eine Produktbündelung nicht honorieren wird. Der Eindruck der ersten Monate im liberalisierten TK-Markt mit seinen günstigen Call-by-Call-Angeboten überwiegt: Die Privathaushalte fordern vor allem billige Telefonie. Quelle: Andersen Consulting