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15.10.1982 - 

Programmierbare Logik entlastet Zentraleinheit:

Ethernet-Steuerlogik auf Chipformat geschrumpft

MÜNCHEN - Die komplette Steuerlogik für den Aufbau von Ethernet-Stationen findfet jetzt auf zwei Chips statt bisher zwei Leiterplatten Platz. Dabei bieten die beiden. jetzt von Intel angekündigten Chips überdies mehr Funktion als die bisherigen Ethernet-Boards und außerdem versprechen sie nach Aufnahme der vollen Serienproduktion eine drastische Kostensenkung: Der 1985er Chip-Preis soll nur etwa zwei bis drei Prozent der heutigen Kosten für die Ethernet-Boards betragen.

Für die Entwickler von Geräten und Systemen stehen damit zwei neue Bausteine zur Verfügung, die einmal als Ethernet-Controller (Typ 82586) und einmal als serielles Interface (Typ 82501) fungieren. Da der Controller jedoch programmierbar ist, beschränkt sich seine Anwendung nicht auf Ethernet-Konfigurationen, sondern kann auch andere Netze mit dem sogenannten CSMA/CD-Verfahren unterstützen. CSMA/CD bedeutet "Carrier Sense Multiple Access/Collision Detect" und beschreibt eine Technik, bei der alle an ein Netz angeschlossenen Stationen nur aktiv werden können, wenn das Netz gerade frei ist; senden zwei Stationen versehentlich simultan, so erkennt ihre Logik das, und sie brechen beide ihre Sendeversuche ab. Erst nach einer zufälligen Pausenlänge fängt jede Station wieder an zu senden, wobei eine erneute Kollision dann unwahrscheinlich ist.

Der Chip 82586 kann dank seiner Programmierbarkeit auch für kleine lokale Netze, für die serielle Verbindung von Modems innerhalb eines Systems und für den Anschluß von Peripheriegeräten verwendet werden. Dabei übernimmt er auch Aufgaben des Netzmanagements, erfüllt bestimmte Diagnosefunktionen und entlastet die CPU, was per Saldo, versprechen Intel-Ethernet-Fachleute, zu verbesserter Systemleistung führt.

So genügt es, wenn der Controller von der CPU lediglich die Zieladresse und zwei weitere Angaben erhält. Er wickelt dann die Übertragung über das Ethernet automatisch ab und kettet auch einzelne Operationen dabei aneinander. Umgekehrt zerlegt er einlaufende Informationspakete selbständig und sortiert die für die CPU letztlich relevanten Inhalte aus.

Simultan zu diesen Tätigkeiten kann der Controller aber auch neue Informationspakete zusammenstellen, externe Datenströme steuern oder Daten aus dem Speicher übertragen. Besondere Funktionen sorgen dafür, daß von einlaufenden Informationspaketen stets nicht mehr Speicherplatz als unbedingt nötig belegt wird.

Zur besseren Überwachung des Netzbetriebs dienen bestimmte Zählregister des 82586, in denen Informationen über das Auftreten verschiedener Fehlersituationen gesammelt werden.

Während der Controller die übergeordneten Steuerungsaufgaben übernimmt, bildet das serielle Interface "82501" die Brücke zum sogenannten Transceiver, also dem Hardware-Koppelelement am Ethernet-Kabel. Dieser Interface-Chip kodiert ausgehende und decodiert einlaufende Daten und filtert Störungen aus. Außerdem obliegt ihm die Prüfung des Kabels auf vorhandene Daten und die Erkennung von Kollisionen (wie oben beschrieben).

Der Controller ist grundsätzlich mit jedem 16-Bit-Mikro von Intel koppelbar, vorzugsweise sollte er jedoch mit dem neuen Prozessor iAPX 186 zusammenarbeiten, erläutern Experten des Herstellers. Dann sei keinerlei zusätzliche Logik mehr vonnöten.