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08.08.2003 - 

Offshore-Datennetz an der dänischen Küste

Ethernet-Windpark auf hoher See

MÜNCHEN (pi) - An Land befindliche Windkraftanlagen werden bereits seit geraumer Zeit via Ethernet vernetzt. Jetzt wird diese Technik auch zur Datenübertragung auf See eingesetzt: Den ersten auf diese Weise verbundenen Windpark hat der Energieversorger Elsam A/S Ende letzten Jahres rund 40 Kilometer vor der dänischen Nordseeküste in Betrieb genommen.

Mit Hilfe des maritimen, insgesamt 20 Quadratkilometer großen Parks, der 80 Windenergieanlagen umfasst, will der dänische Energieversorger Elsam A/S jährlich rund 600 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Das entspricht dem Jahresbedarf von 150000 Haushalten. Jedes der 110 Meter hohen Windräder verfügt über ein eigenes Computersystem zur Steuerung und Überwachung. Die dort generierten Daten werden via Ethernet an ein "Scada"-System (Scada = Supervisory Control and Data Acquisition) am Festland übertragen, wo sich alle relevanten Informationen - etwa der Anstellwinkel der Rotorblätter oder die Leistung der Turbinen zur Stromerzeugung - auf dem Bildschirm anzeigen und per Mausklick modifizieren lassen.

Das von der deutschen Hirschmann Electronics GmbH geplante und realisierte Netz unterteilt sich in zehn Ringe, die jeweils acht Anlagen miteinander verbinden. Die einzelnen Ringe wiederum sind über zwei auf einer Plattform im Meer befindliche Backbone-Switches verbunden, von wo aus zwei Datenverbindungen für den Kontakt zur Festlandszentrale sorgen.

Redundant ausgelegte Verbindung

Die Hauptverbindung ist als Single-Mode-Glasfaserkabel mit einer Übertragungsrate von einem Gigabit pro Sekunde ausgeführt, während eine redundante drahtlose Verbindung via Funk (34 Megabit pro Sekunde) im Ernstfall dafür sorgt, dass die wichtigsten Windpark-Funktionen aufrechterhalten werden. (kf)