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10.11.2009

EU äußert Bedenken gegen Übernahme von Sun durch Oracle

NEW YORK (Dow Jones)--Die Europäische Kommission hat formell Einwände gegen die 7,4 Mrd USD schwere Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle erhoben. Laut einer Mitteilung der Sun Microsystems Inc an die US-Börsenaufsicht SEC vom Montag beschränken sich die Bedenken der EU auf die frei verfügbare Datenbanksoftware MySQL und ihre mögliche Kombination mit verkäuflicher Software von Oracle. Die EU hat Bedenken, dass bei einer Fusion der Wettbewerb auf dem Markt für Datenbanken Schaden nehmen könnte.

NEW YORK (Dow Jones)--Die Europäische Kommission hat formell Einwände gegen die 7,4 Mrd USD schwere Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle erhoben. Laut einer Mitteilung der Sun Microsystems Inc an die US-Börsenaufsicht SEC vom Montag beschränken sich die Bedenken der EU auf die frei verfügbare Datenbanksoftware MySQL und ihre mögliche Kombination mit verkäuflicher Software von Oracle. Die EU hat Bedenken, dass bei einer Fusion der Wettbewerb auf dem Markt für Datenbanken Schaden nehmen könnte.

Das US-Justizministerium, das der Transaktion bereits zugestimmt hat, reagierte ärgerlich auf die Brüsseler Position: Es sei "unwahrscheinlich", dass die Fusion den Wettbewerb behindere, hieß es in einer Erklärung der dortigen Aufsicht.

Auch Oracle protestierte. Die Übernahme des Serverspezialisten Sun Micro bedrohe den Wettbewerb nicht im geringsten. Die von der EU geäußerten Bedenken offenbarten ein "profundes Mißverständnis", was zum einen den Wettbewerb im Datenbank-Geschäft angehe und zum anderen die Dynamik im Open-Source-Bereich. Bei Open-Source-Software ist der Quelltext der Software öffentlich zugänglich.

Mit den jetzt geäußerten Bedenken steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Brüsseler Wettbewerbsbehörde ihre Zustimmung an vorherige Veräußerungen knüpfen könnte, sagten mit EU-Recht vertraute Personen.

Bis Mitte Januar muss die Kommission eine Entscheidung gefällt haben. Experten halten eine vollständige Blockade aber für unwahrscheinlich. Sun Microsystems stellte heraus, dass es sich um eine vorläufige Stellungnahme aus Europa handle. Vor der endgültigen Entscheidung hätten beide Unternehmen die Chance, darauf zu antworten.

Bereits im September hatte die EU-Behörde eine vertiefte Prüfung der Transaktion eingeleitet. Eine abschließende Entscheidung müsse bis zum 19. Januar 2010 gefällt werden, hieß es damals. Mitte Oktober erklärte Kommissionssprecher Jonathan Todd, man sei mit der Kooperation des US-Softwarekonzerns Oracle unzufrieden. Das EU-Verfahren belastet die Geschäfte von Sun Micro. Der Serverhersteller verliert nach Darstellung von Oracle-CEO Larry Ellison etwa 100 Mio USD pro Monat.

Webseite: www.oracle.com -Von Jerry A. DiColo und Jessica Hodgson, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 104; unternehmen.de@dowjones.com (Kevin Kingsbury und Andrew Morse haben zu diesem Artikel beigetragen) DJG/DJN/eyh/ebb/rio Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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