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16.05.1997 - 

Kritik am IAHC-Vorschlag

EU fordert Mitspracherecht bei Internet-Namensregeln

Der IAHC-Vorschlag, der jüngst auf einer Tagung der International Telecommunication Union (ITU) vorgelegt und von rund 80 Gruppen und Inititiativen unterstützt wird (57 haben bereits unterzeichnet), sieht unter anderem die Schaffung von sieben neuen Top-Level-Domains vor (siehe CW Nr. 19 vom 9. Mai 1997, Seite 1: "Internet-Gemeinde...").

In einem auf den 26. März datierten Schreiben an die US-Regierung, von dem der IDG News Service eine Kopie erhielt, bekundet die EU ihre Zustimmung zu Teilen des IAHC-Entwurfs, äußert gleichzeitig aber auch Bedenken.

So üben die Europäer etwa Kritik an der Tatsache, daß weder im IAHC noch in den Delegationen der ITU und der World Property Organization (WPO) auf dem entscheidenden ITU-Kongreß Mitglieder aus Europa beteiligt waren oder sind. Das sei deshalb bedenklich, weil einige IAHC-Vorschläge, werden sie umgesetzt, den Internet-Betrieb in Europa durchaus beeinflussen können.

Befremdet zeigte sich die Kommission über die IAHC-Idee, die für die Administration westeuropäischer Domain-Namen vorgesehenen Registrierungsstellen auf Basis einer von den US-Internet-Autoritäten veranstalteten Lotterie zu bestimmen. "Wir fragen, ob nach internationalem Recht das IAHC oder die Internet Society überhaupt zu einem solchen Vorgehen berechtigt ist", so die EU.

Generell hält die EU-Kommission das Vorgehen des IAHC für übereilt und beklagt die Abstimmung auf dem Genfer ITU-Kongreß entsprechend als Überrumpelungsmanöver. Die Europäer seien sich der Problematik seit geraumer Zeit bewußt und sähen nun ihre Bemühungen um sinnvolle Verhandlungen mit den USA torpediert.