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25.04.1997 - 

Europas DV-Branche im Hintertreffen?

EU-Kommission legt Bericht zu IT-Sektor vor

In dem zehnseitigen Papier "Die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Informations- und Kommunikationstechnologieindustrie" wird ein Rückgang des europäischen Anteils am globalen IT-Markt aufgezeigt. Von 35 Prozent im Jahr 1990 ist dieser mittlerweile auf 28 Prozent geschrumpft. Das sei besonders bedenklich, weil in diesem Sektor 8,3 Prozent aller europäischen Umsätze getätigt würden, gleichzeitig stelle das Segment 7,8 Prozent der gesamten Produktion und beschäftige derzeit rund 1,6 Millionen Menschen, so die Kommission.

Gleichzeitig rufen die EU-Kommissare die öffentlichen Verwaltungen auf, einem neuen IT-Aufschwung Vorschub zu leisten und damit als Vorbild für den privaten Sektor und den Bildungsbereich zu dienen. Als größtes Handicap für die IT-Industrie führt der Bericht, ohne jedoch einen Ausweg aus dem Dilemma aufzuzeigen, die hohen Arbeitskosten an. Folge davon sei eine komplexe Kombination von Produktionsverlagerungen nach Asien und seit kurzer Zeit auch verstärkt nach Zentral- und Osteuropa.

In einem weiteren Papier hat die EU angekündigt, sich verstärkt im Bereich Electronic Commerce zu engagieren. In diesem Markt, der nach Einschätzung der Kommission bis zum Jahr 2000 ein Volumen von 200 Milliarden Ecu erreichen könnte, müsse man sich zunächst auf eine einheitliche politische Linie einigen. Anschließend gelte es, ein stimmiges Konzept aus technischen, regulatorischen und unterstützenden Maßnahmen umzusetzen, so die Kommission. Damit Europa nicht gegenüber den USA uneinholbar ins Hintertreffen gerate, müßten vor allem die Sicherheit elektronischer Transaktionen und die Behandlung digitaler Signaturen und Verschlüsselungsverfahren EU-weit geregelt werden. Dazu müßten zahlreiche Standards abgeglichen werden, um Kompatibilität und Interoperabilität sicherzustellen und bei den EU-Bürgern Vertrauen in elektronische Geschäftsvorgänge zu ermöglichen. Bereits bis Ende 1997 will die EU zu diesem Zweck einen ganzen Katalog von Maßnahmen erstellen und in der Folge umsetzen, der dazu baldmöglichst vom EU-Ministerrat abgesegnet werden soll.