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10.12.1999 - 

Preisempfehlungen als Orientierung für Regulierer ausgesprochen

EU-Kommission will billigere Kurzstrecken-Mietleitungen

10.12.1999
MÜNCHEN (CW) - Der Europäischen Kommission sind die Mietleitungen im Ortsbereich zu teuer. Deshalb hat sie Empfehlungen formuliert, nach denen die Regulierer die Kosten kontrollieren sollen.

Die Preise für Mietleitungen über Entfernungen bis fünf Kilometer weichen in Europa stark voneinander ab. Generell, so die Meinung der Europäischen Kommission, sind sie zudem viel zu teuer. Nach Meinung von Erkki Liikanen, Kommissar für Unternehmenspolitik und Informationsgesellschaft, sind zu hohe Preise aber "der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen abträglich" und behindern zudem die Verbreitung des Internet in Europa.

Deshalb hat die Kommission eine Empfehlung beschlossen, um die Preise für solche Übertragungsstrecken zu vereinheitlichen. TK-Verbindungen mit bis zu fünf Kilometern Länge und einer Übertragungsgeschwindigkeit von 64 Kbit/s sollen demnach nicht mehr als 80 Euro monatlich kosten. Der Preis für eine Leitung mit 2 Mbit/s darf 350 Euro nicht übersteigen. Bei 34-Mbit/s-Trassen liegt die von der Kommission gezogene Grenze bei 2600 Euro.

Diese Werte stellen Richtlinien für die nationalen Regulierungsbehörden dar. Anhand der von der EU-Kommission vorgegebenen Preise können diese nun kontrollieren, ob die TK-Anbieter zu hohe Entgelte von den Anwendern verlangen. Berechnet ein Betreiber einen höheren Betrag, so muß er die zuständige Behörde davon überzeugen, daß seine Preise gerechtfertigt sind. Gelingt ihm das nicht, kann ihn der Regulierer dazu verdonnern, die Kosten zu senken.

In Deutschland sind Änderungen bei den Tarifen für Mietleitungen jedoch eher unwahrscheinlich. Aus den von der Kommission veröffentlichten Zahlen geht hervor, daß hierzulande die Kosten für Mietleitungen in den meisten Bereichen bereits jetzt im unteren Drittel des europäischen Preisgefüges liegen.