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07.01.2008

EU-Kommission will mehr Engagement für sechs "Pilotmärkte"

BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Staaten sollen europäischen Unternehmen dabei helfen, ihre Marktposition auf sechs als besonders viel versprechend eingestuften "Pilotmärkten" auszubauen. Die EU-Kommission hat am Montag einen entsprechenden Aktionsplan vorgelegt. Als "besonders innovativ" werden darin die Märkte für nachhaltiges Bauen, erneuerbare Energien, Recycling, "biobasierte" Produkte aus Pflanzenmaterial, "technische Textilien" wie etwa Schutzkleidung und für elektronische Gesundheitsdienste genannt.

BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Staaten sollen europäischen Unternehmen dabei helfen, ihre Marktposition auf sechs als besonders viel versprechend eingestuften "Pilotmärkten" auszubauen. Die EU-Kommission hat am Montag einen entsprechenden Aktionsplan vorgelegt. Als "besonders innovativ" werden darin die Märkte für nachhaltiges Bauen, erneuerbare Energien, Recycling, "biobasierte" Produkte aus Pflanzenmaterial, "technische Textilien" wie etwa Schutzkleidung und für elektronische Gesundheitsdienste genannt.

Die nationalen Behörden sollen nach dem Willen der Kommission in den kommenden drei Jahren beispielsweise durch die Entwicklung einheitlicher Standards und Kennzeichnungen sowie durch mehr Informationen den entsprechenden Produkten bessere Marktchancen verschaffen. Auch durch öffentliche Aufträge soll die Nachfrage auf den Pilotmärkten angekurbelt werden.

Dort habe die EU das Potenzial "weltweit führend zu werden", sagte Industriekommissar Günter Verheugen zur Begründung des Vorstoßes. Jedoch seien die Unternehmen auf diesen Märkten mehr als anderswo auf günstige politische Rahmenbedingungen angewiesen.

Häufig seien die Märkte zersplittert und um ein dynamisches Wachstum zu ermöglichen, sei es besonders wichtig, für Nachfrage kurz nach der Entwicklung neuer Produkte zu sorgen, analysiert die Kommission weiter. Sie rechnet damit, dass der Umsatz auf den sechs Pilotmärkten von derzeit rund 120 Mrd EUR bis 2020 auf über 300 Mrd EUR anwachsen kann und mehr als eine Million neue Arbeitsplätze entstehen können.

Einheitliche Standards und Kennzeichnungsregeln sowie Informationskampagnen sollen es Produkten auf den Märkten für den Bau von Häusern mit niedrigem Energieverbrauch, Recycling und Abfallwirtschaft oder erneuerbaren Energien erleichtern, mehr Abnehmer zu finden. Durch die Ankurbelung dieser Märkte will die Kommission auch zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele der EU beitragen.

Zu erneuerbaren Energien heißt es in dem Vorschlag, der Markt dafür leide auch unter der Zersplitterung der existierenden Fördersysteme und darunter, dass die externen Kosten der Energienutzung sich in den Energiepreisen nicht völlig widerspiegelten.

Auf dem Markt für spezialisierte Schutzkleidung empfiehlt die Kommission neben Standardisierung und mehr Nachfrage der öffentlichen Hand, den europäischen Herstellern beim Schutz ihrer Urheber- und Markenrechte zu helfen. Das nütze besonders kleineren und mittleren Unternehmen.

Bei elektronischen Gesundheitsdiensten wird in dem Aktionsplan vorgeschlagen, die Entwicklung von Systemen zu fördern, durch die Akteure der nationalen Gesundheitsmärkte enger zusammenarbeiten können. Dadurch könne der wegen der immer älter werdenden Bevölkerung erwartete Anstieg der Gesundheitskosten gebremst werden, heißt es in dem Aktionsplan.

Webseite: http://ec.europa.eu DJG/frh/kth

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