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19.05.2010

EU legt Kartellstreit mit Chipherstellern bei - 331 Mio EUR Strafe

BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Kommission hat erstmals einen Kartellstreit mit Unternehmen beigelegt. Neun Chiphersteller müssen nun wegen illegaler Preisabsprachen insgesamt rund 331 Mio EUR zahlen, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. Dabei habe das Eingeständnis der Fakten durch die Konzerne die Strafzahlung um 10% gemindert.

BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Kommission hat erstmals einen Kartellstreit mit Unternehmen beigelegt. Neun Chiphersteller müssen nun wegen illegaler Preisabsprachen insgesamt rund 331 Mio EUR zahlen, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. Dabei habe das Eingeständnis der Fakten durch die Konzerne die Strafzahlung um 10% gemindert.

Seit sechs Jahren schauen sich die Kartellwächter der EU-Kommission bereits die Preisgestaltung bei den so genannten DRAM-Speicherchips in Personal Computern und Servern an. Von dem Verfahren betroffen waren die Unternehmen Micron, Samsung, Hynix, Infineon, NEC, Hitachi, Mitsubishi, Toshiba, Elpida und Nanya. Gegen Micron wurde keine Strafzahlung verhängt, da der Konzern im Jahr 2002 die Existenz des Kartells gegenüber der Kommission offengelegt hatte.

Die Strafe für die Infineon Technologies AG liegt bei 56,7 Mio EUR, Samsung Electronics zahlt mit 145,7 Mio EUR den Löwenanteil. Der Fall war auch in den USA untersucht worden.

Eine Beilegung des Kartellverfahrens hatte sich bereits am Dienstag abgezeichnet. Die Möglichkeit zur Beilegung von Untersuchungen hatte die EU im Jahr 2009 möglich gemacht. Damit hofft die EU die Anzahl der Berufungsverfahren im Zusammenhang mit Kartellentscheidungen zu reduzieren. In den USA hatte eine solche Beilegung mit den Unternehmen bereits stattgefunden.

Webseiten: www.infineon.com www.hynix.com www.samsung.com www.micron.com www.elpida.com www.nec.com www.renesas.com www.hitachi.com www.toshiba.com www.nanya.com DJG/sha/jhe Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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