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22.11.1996 - 

Markt für Parallelrechner

EU-Projekt hilft komplexen Simulationen auf die Sprünge

Mußten Verfahrensingenieure bisher einen High-end-Computer drei Monate rechnen lassen, um etwa die Entmischung von Kunststoffen zu simulieren, genügen jetzt für die gleiche Aufgabe 1,5 Stunden, heißt es bei Big Blue. Die bislang verfügbaren Werkzeuge benötigen derart viel Performance, daß anspruchsvolle Simulationen selbst in Großunternehmen nur wenigen Anwendungen vorbehalten waren. Dieses Dilemma sollte mit Caesar gelöst werden, wobei unter Beteiligung des IBM Wissenschaftszentrums Heidelberg (WZH) zwei Softwarepakete entstanden.

Komprimierte Angebotserstellung

"Mesodyn" integriert neue mathematische Modelle und dient der Simulation von Werkstoffen, die aus komplexen Bausteinen wie etwa Polymeren bestehen. Als Einsatzgebiet wird die Produktentwicklung in der chemischen und pharmazeutischen Industrie genannt.

Das zweite Paket, das "Parallel Simulation User Environment" (PSUE), unterstützt die Konstruktions- und Fertigungsprozesse in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Das Tool verbindet alle Phasen der Simulation bis hin zur Datenanalyse. Hinzu kommt ein Programm, das die Angebotserstellung für technische Großsysteme von bislang mehreren Monaten auf rund eine Woche reduzieren soll.

Das Gemeinsame an beiden Teilprojekten ist, daß die Programme von vornherein für Parallelrechner entwickelt und in den Testläufen auf IBMs RS/6000 SP eingesetzt wurden. Investitionen für teure Spezialrechner entfallen somit. Die zunächst branchenspezifisch entwickelten Prototypen der Software lassen sich laut WZH-Leiter Richard Brodkorb mit geringem Aufwand auf andere Industriezweige übertragen.