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07.09.2015 - 

Handel warnt

EU-Regelungen könnten Online-Einkauf verkomplizieren

Kein Ladenschluss, keine Parkplatzsuche: Einkaufen im Internet ist bequem. Doch die EU-Bankenaufsicht sieht auch Risiken - beim Bezahlen. Sie will es sicherer machen. Was Unruhe hervorruft.

Mögliche neue Sicherheitsvorgaben beim Bezahlen im Internet könnten aus Branchensicht zu Verwerfungen im Online-Handel führen. "Wir befürchten, dass es viele Leute abschreckt, im E-Commerce einzukaufen, wenn man es komplizierter macht", warnte der Zahlungsexperte des Handelsverbands Deutschland, Ulrich Binnebößel. Hintergrund sind neue Vorgaben der Europäischen Bankenaufsicht (PDF-Link), die in Deutschland noch umzusetzen sind.

Ulrich Binnebößel, Zahlungsexperte beim HDE
Ulrich Binnebößel, Zahlungsexperte beim HDE
Foto: HDE/Hoffotografen

Danach sollen zwei von einander unabhängige Merkmale des Zahlers geprüft werden, etwa neben einer PIN auch eine TAN oder ein Fingerabdruck - zum Schutz vor Hackern. Umständlicher könnte dadurch etwa die Online-Zahlung per Kreditkarte werden.

Der Handelsverband befürchtet, dass kleinere Online-Shops Kunden einbüßen, wenn das Zahlen komplizierter wird. Zwar hätten Verbraucher die Möglichkeit, vertrauenswürdige Anbieter in einer sogenannten Whitelist zusammenzufassen; bei diesen Händlern kann der Käufer dann auf das zusätzliche Sicherheitsmerkmal verzichten. "Auf solche Listen werden die Kunden aber vor allem die Großen eintragen und nicht Shops, bei denen sie nur gelegentlich einkaufen", sagte Binnebößel der Deutschen Presse-Agentur. "Wir befürchten, dass das zum Nachteil für kleine Händler wird."

Nutzen werde die Vorgabe geschlossenen Zahlungssystem wie Paypal, wo Kunde und Händler ein Konto haben. Die deutschen Banken warnen in einer Stellungnahme denn auch davor, dass sich Kunden stärker Nicht-Banken zuwenden könnten. Die Bafin hat die Vorgaben per Rundschreiben ab November für bindend erklärt. "Wir sind nicht abgeneigt gegen sicherere Zahlungsverfahren", betonte Binnebößel. Der Handel fordert jedoch, vor Änderungen zunächst die möglichen Folgen genau auszuwerten. (dpa/tc)