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Kein Nachfrageschub durch Datumswechsel

EU-Richtlinien und Tools prägen den Finanzsoftware-Markt

21.03.1997

Die Anforderungen an den Financial Controller sind laut Frost & Sullivan erheblich gestiegen, erwartet würden zunehmend DV-basierte Analyse-Werkzeuge, mit denen sich die Auswirkungen einer geschäftlichen Planung besser einschätzen lassen. Hinzu komme, daß inzwischen viele Länder der Europäischen Union damit beschäftigt sind, die mehr an angloamerikanische Buchhaltungsprinzipien angelehnten EU-Richtlinien für das Unternehmensrecht umzusetzen.

Große Probleme für Software-Anwendungen befürchten einige Anbieter im Zuge der europäischen Währungsunion. Um zwei Währungen gleichzeitig verarbeiten zu können, müßten viele Lösungen grundlegend überarbeitet werden. Der Wechsel zu langen Datumsangaben dagegen wird sich weniger schwierig gestalten. Erstaunlich viele Anbieter, so die britischen Analysten, erwarten vom Jahr-2000-Problem keinen besonderen Nachfrageschub.

Aus technischer Sicht vertreten die Anbieter die Meinung, daß zur Jahrtausendwende Finanzsoftware auf Java-Basis für den Network Computer (NC) vorherrschen wird. Dabei gebe es nach wie vor eine Spaltung in zwei Lager: Während die eine Fraktion auf Corba-Technik setze, bevorzuge die andere Microsofts Active X. Dieser Wandel wird sich nach Expertenmeinung auch in den Zuwächsen der Desktop-Lösungen widerspiegeln, die 1995 lediglich einen Anteil von 27,4 Prozent am Gesamtumsatz hatten.

Der europäische Markt ist aufgrund der vielen Sprachen und gesetzlichen Vorgaben sehr fragmentiert, so daß kein einzelner Anbieter eine marktbeherrschende Position behaupten kann, urteilen die Analysten. Dennoch kristallisierten sich mit SAP, Oracle und der Sage Group drei führende Hersteller heraus, die zusammen einen Marktanteil von 52,5 Prozent halten.