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Einigung kommt erst Mitte des nächsten Jahres


08.12.2000 - 

EU vertagt Entscheidung zur Mehrwertsteuer im Internet

MÜNCHEN (CW) - Die EU-Finanzminister haben ihre Pläne zur Einführung einer Online-Mehrwertsteuer ins neue Jahr verschoben. Zwei Modelle zur Abgabenberechnung konnten sich bislang herausbilden.

Die zentrale Frage ist, wie Online-Transaktionen zwischen Käufern aus den EU-Mitgliedsstaaten und Anbietern außerhalb des Wirtschaftsraumes besteuert werden sollen. Noch konnten die Regierungsvertreter nach Aussage des Sprechers Norbert Schwaiger keine Einigung erzielen, Konsens herrsche jedoch darüber, dass die EU-Länder einen fairen Anteil an der Mehrwertsteuer erhalten sollen. Dabei dürfe es allerdings nicht zu einer Behinderung des wachsenden E-Commerce durch einen übermäßigen Verwaltungsaufwand kommen.

Zwei Optionen wurden vom Rat unter die Lupe genommen. Die von Großbritannien und der Europäischen Kommission befürwortete Variante sieht vor, dass der Online-Anbieter einen EU-Staat auswählt, an den er die Mehrwertsteuer abführt. Unweigerlich würden sich die Betroffenen jedoch das Land mit der geringsten Steuer aussuchen, befürchten die Kritiker. Sollte sich hingegen der von Frankreich und Belgien eingereichte Gegenvorschlag durchsetzen, müssen sich Online-Händler in allen EU-Mitgliedsstaaten anmelden. Der bürokratische Aufwand würde dadurch jedoch wachsen.

Schwaiger erklärte dazu, dass es wohl zu einem Mittelweg zwischen beiden Versionen kommen werde: "Die Minister untersuchen derzeit ein System, wonach sich die Internet-Firmen in einem Land zur Abfuhr der Mehrwertsteuer anmelden, die Umsätze aber anschließend unter allen 15 Mitgliedsstaaten der EU aufgeteilt werden." Spätestens Ende Juni des nächsten Jahres soll die Entscheidung fallen.