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18.07.2007

EU will DVB-H als Standard für Handy-TV notfalls vorschreiben

BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Verbreitung des mobilen Fernsehens in der EU verläuft nach Ansicht der Europäischen Kommission ziemlich schleppend. Mit einer am Mittwoch unter Federführung der Luxemburgerin Viviane Reding vorgelegten Strategie, will sie erreichen, dass sich die EU-Mitgliedstaaten auf einen einheitlichen Übertragungsstandard für das Handy-TV verständigen um der EU eine weltweite Führungsrolle beim Mobilfernsehen zu sichern. Reding setzt dabei auf die Norm DVB-H, die bereits in 18 EU-Staaten eingeführt wurde.

BRÜSSEL (Dow Jones)--Die Verbreitung des mobilen Fernsehens in der EU verläuft nach Ansicht der Europäischen Kommission ziemlich schleppend. Mit einer am Mittwoch unter Federführung der Luxemburgerin Viviane Reding vorgelegten Strategie, will sie erreichen, dass sich die EU-Mitgliedstaaten auf einen einheitlichen Übertragungsstandard für das Handy-TV verständigen um der EU eine weltweite Führungsrolle beim Mobilfernsehen zu sichern. Reding setzt dabei auf die Norm DVB-H, die bereits in 18 EU-Staaten eingeführt wurde.

Der Standard soll in den kommenden Wochen in das Verzeichnis der EU-Normen aufgenommen werden. Mit einer Veröffentlichung im Amtsblatt werden die Mitgliedstaaten dann verpflichtet, DVB-H zu fördern. Falls dies nicht zu ihrer Zufriedenheit verläuft, will die Kommission im kommenden Jahr notfalls die Einführung von DVB-H verbindlich vorschreiben.

Aus dem Europäischen Parlament kam ungehend Kritik. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe, Werner Langen, rief die Kommission zur Technologieneutralität auf. "Einen Standard zu verordnen, wäre ein unverhältnismäßiger Eingriff in den Markt", erklärte Langen. Auch sei das mittelfristige Marktvolumen für Handy-TV nicht so hoch, dass eine zwingende Regelung erforderlich wäre. Da sich DVB-H aber offenbar durchzusetzen scheine, sei die Empfehlung für diesen Standard richtig.

Auch die European Broadcasting Union (EBU), die die Interessen von über 70 Rundfunkanstalten aus mehr als 50 Ländern vertritt, forderte die Kommission auf, keine Technologie zu favorisieren. Die Rundfunkanstalten seien der Auffassung, dass es Sache der Wirtschaft sei, attraktive Geschäftsmodelle zu entwickeln, heißt es in einer Mitteilung des Verbands.

Die Kommission forderte die Mitgliedstaaten zudem auf, mit einer entsprechenden Frequenzzuteilung für die einwandfreie Übertragung multimedialer Mobilfunkdienste zu sorgen. Auch sollten sie das Handy-TV nur "zurückhaltend" regulieren.

Nach Einschätzung der Kommission könnte sich das mobile Fernsehen bis 2011 zu einem Markt mit einem Volumen von bis zu 20 Mrd EZR und etwa 500 Mio Nutzern weltweit entwickeln. -Von Angelika Steinfort, Dow Jones Newswires; 32 2 7411490,

europa.de@dowjones.com

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