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13.07.2001 - 

Detailprobleme durch nachlässige Programmierung

Euro-Einführung mit Oracle kann Probleme bereiten

MÜNCHEN (CW) - Anwender der betriebswirtschaftlichen Komplettlösung "Applications" von Oracle sind mit der Euro-Umstellung meist weit fortgeschritten. Doch vielen Benutzern machen die Tücken des Umstellungsprozesses zu schaffen.

Zwei Drittel der Unternehmen, die bereits die Hauswährung ihrer Applications-Anwendung auf den Euro umgestellt haben, hatten bei den dazu notwendigen Arbeiten mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Das zeigt eine Studie der Deutschen Oracle Anwendergruppe (Doag). Oftmals müssen sich Administratoren dabei mit unsauber programmierten Tools herumschlagen.

Zum Beispiel berichtet Doag-Vorstandsmitglied Volker Thormählen von einem Problem mit bereits geschlossenen Abschreibungsbüchern, die das automatische Konvertierungswerkzeug von Oracle nicht umstellen kann. Solche Bücher treten auf, wenn Abschreibungsbücher in früheren Perioden stillgelegt worden sind, zum Beispiel bei Firmenverkäufen. Das Problem ist: Das Migrations-Tool will alle Bücher zum gleichen Stichtag umstellen. Diesen Fehler hat Oracle bis zum Schluss nicht behoben. Andere Anwender klagen unter anderem über eine fehlerhafte Behandlung von Rundungsdifferenzen, wie sie bei der Umrechnung von Mark in Euro regelmäßig vorkommen.

Karsten Roigk, Leiter Produkt-Marketing ERP bei Oracle, relativiert die große Zahl von Umstellungsschwierigkeiten allerdings. 80 Prozent der Probleme hätten Ursachen, die bei den Anwendern zu suchen wären, zum Beispiel eine schlecht gepflegte Buchhaltung.

Insgesamt ist die Applications-Anwenderschaft bei der Euro-Einführung aber schon recht weit. Nach Oracle-eigenen Untersuchungen haben in Deutschland bereits drei Viertel der Firmen ihre Buchhaltung umgestellt oder sind dabei. Von allen befragten Unternehmen nutzen 60 Prozent nur noch den Euro als Berichtswährung, 30 Prozent verwenden Euro und Mark parallel.

Abb: Abschlussplanung für Euro-Umstellung

Die Masse der noch ausstehenden Umstellungen erfolgt kurz vor knapp - genau zum Stichtag 1. Januar 2002. (Quelle: DOAG)