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20.02.1976

Euronet soll 1977 starten

PARIS - Von 110 Terminals aus, die über die neun EG-Länder verteilt

sind, wird ab Juni 1977 der Zugriff zu den Datenbeständen des Deutschen Institutes für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) in Köln sowie zu den Raumfahrt-Datenbank der European Space Agency (ESA) in Frascati bei Rom möglich sein. Das ist der erste Teil des Euronet.

In Paris haben sich jetzt die Postverwaltungen der neun Gemeinschaftsländer geeinigt, einen Auftrag der EG zur Errichtung des Euronet zu übernehmen. Die EG-Kommission hat in ihren Haushaltplänen für 1975 und l976 bereits 6 Millionen Mark für diesen Zweck bereitgestellt. Das Euronet soll den wissenschaftlich-technischen Informationsbedarf von schätzungsweise 700 Forschungszentren, zukunftsorientierten Industriebetrieben und öffentlich-rechtlichen Einrichtungen decken.

Längerfristig ist der Anschluß von mindestens 20 Datenbanken aus den Gebieten Physik, Chemie, Raumfahrt, Energie, Metallurgie, Medizin, Landwirtschaft, Wirtschaft, Statistik und Recht vorgesehen.

Sollvorgabe für das Euronet ist eine Antwortzeit von drei Sekunden. Die Datenbanken sollen über vier Vermittlungszentralen in Rom, Frankfurt, Paris und London bzw. Konzentratoren in Brüssel, Amsterdam, Kopenhagen und Dublin erreichbar sein. Die erforderlichen Vermittlungsrechner werden die Fernmeldeämter installieren. Der Zugriff von Terminal aus soll sowohl über Standleitung als auch über Wählleitung möglich sein.

Weil die Termine drängen, werden in der ersten Aufbauphase überall nicht nur dieselben Umschalttechniken und Software-Pakete, sondern auch dieselben Vermittlungs-Rechner eingesetzt werden. Die besten Aussichten hat die französische Firma CII mit ihrer Mitra 15, die derzeit schon für das "European Informatic Network" (EIN oder auch COST 11) installiert werden, das für experimentelle Zwecke der Informativ-Forschung aufgebaut wird. -py