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01.12.2000 - 

Die Hausaufgaben sind noch nicht gemacht

Europa zeigt Gründern die kalte Schulter

MÜNCHEN (CW) - Die Europäische Kommission hat die staatliche Förderung von Unternehmensgründungen in den einzelnen Mitgliedsländern untersucht. Zwar lassen sich nicht alle Staaten über einen Kamm scheren, doch die Botschaft der Studie ist klar: Das Klima, das Unternehmensgründern auf dem alten Kontinent entgegenschlägt, ist frostiger als in den USA.

Um die Leichtigkeit oder besser: Schwierigkeit zu messen, mit der Unternehmensgründer in Europa ein Geschäft aufbauen können, untersuchte die Kommission insgesamt 31 unterschiedliche Faktoren, die von staatlicher Seite zum Gelingen eines solchen Vorhabens beitragen. Dazu gehören unter anderem die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Technik ebenso wie Vorschriften, die der Gründer einzuhalten hat, oder die Verfügbarkeit von Risikokapital in einem Land.

Beim Thema Venture Capital führen die Niederlande die Liste an. Sie investierten mit 0,32 Prozent vom Bruttosozialprodukt den größten Anteil an Wagniskapital, gefolgt von Belgien, Großbritannien und Schweden. Zum Vergleich: In den USA liegt der Anteil bei rund 0,4 Prozent.

Durchwachsene Verhältnisse existieren bei den Kosten, die in den einzelnen Ländern allein durch die Anmeldung einer Firma entstehen. Am geduldigsten müssen die Spanier sein. Wie die Kommission feststellt, braucht es hier 25 Wochen, bis ein Unternehmen an den Start gehen kann. Unwesentlich weniger Zeit bedarf es in Deutschland und Italien. Am schnellsten lässt sich ein Geschäft in England und Dänemark aufbauen, hier dauert das Prozedere lediglich eine Woche und ist auch noch am billigsten. Am teuersten war Österreich, wo allein die direkten Anmeldegebühren um die 2000 Euro betragen. Die höchsten bürokratischen Hürden besitzt hingegen Italien, für die Kommission einer der wesentlichen Faktoren, warum sich hier keine Gründereuphorie entfalten kann.