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24.09.1976 - 

ANSI bleibt vorerst allein

Europäer gegen PL/I- Norm

GENF - Die in der ECMA zusammengeschlossenen europäischen Computerhersteller haben bei ihrer letzten Hauptversammlung in Genf die Annahme der PL/I-Norm abgelehnt, die das American National Standard Institute (ANSI) erarbeitet hat. Ein genormtes PL/I gibt es damit zunächst nur in den USA - denn die Ablehnung durch die Europäer verhindert, daß die ANSI-Norm zur internationalen ISO-Norm werden kann. Die Ablehnung ist vorläufig - denn bereits im Dezember wollen sich die ECMA-Mitglieder erneut mit der PL/I-Norm befassen.

Hintergrund: Einige europäische Hersteller haben erhebliche Schwierigkeiten mit der Implementierung dieser relativ komplexen Programmiersprache, die 1964 von IBM vorgestellt wurde und ursprünglich auf das System 360 zugeschnitten war. ICL beispielsweise hat aus technischen Gründen die Arbeiten zur Implementierung von PL/I aufgegeben. Allerdings erfügt andererseits selbst ein kleiner Hersteller wie die Computer-Gesellschaft Konstanz über PL/I-Compiler (für TR 440). Außerdem gibt es bereits für Mikroprozessoren mit PL/M eine "abgemagerte" Version dieser Sprache.

Einzelne europäische Hersteller fürchten offenbar, daß eine internationale Normung von PL/I dazu führen könnte, daß bei öffentlichen Aufträgen die Implementierung dieser Norm-Sprache zwingend vorgeschrieben werden könnte. py