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21.02.1997 - 

Deutscher Markt wächst lediglich um 2,6 Prozent

Europäer halten sich beim PC-Kauf zurück

Insgesamt gingen 15,89 Millionen Rechner über die westeuropäischen Ladentische, was gegenüber 1995 (14,85 Millionen PCs) einem Wachstum von 7,1 Prozent entspricht. Mit lediglich 2,6 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr liegt Deutschland an vorletzter Stelle der diesjährigen Ergebnisliste, lediglich Österreich blieb mit 1,1 Prozent Wachstum noch dahinter zurück. Zum Vergleich: Die höchste Steigerungsrate konnte Irland mit 15,4 Prozent für sich verbuchen, knapp dahinter landete Finnland mit 14,8 Prozent vor den Niederlanden (12,8 Prozent) sowie Belgien (12,0 Prozent) und Dänemark (11,7 Prozent). Mit 10,9 Prozent hievten auch die französischen Käufer die PC-Zuwachsraten in den zweistelligen Bereich.

Bei den Herstellern liegt Compaq weiterhin unangefochten auf dem ersten Platz der Verkaufsrangliste. Die Texaner konnten 1996 insgesamt 1,99 Millionen Rechner auf dem westeuropäischen Markt absetzen und damit 7,5 Prozent mehr verkaufen als im Vorjahr. Der Marktanteil der Pfeiffer-Company liegt mit 12,5 Prozent als einziger im zweistelligen Bereich und hat sich gegenüber 1995 (12,4 Prozent) kaum verändert.

Knapp an zehn Prozent Marktanteil vorbeigeschlittert ist die IBM (9,7 Prozent). Big Blue fand 1996 insgesamt 1,55 Millionen Käufer für seine PC-Systeme, das entspricht einem Wachstum von 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem die IBM mit 1,37 Millionen verkauften Einheiten auf einen Markanteil von 9,2 Prozent gekommen war.

Hewlett-Packard (HP) ist es gelungen, die Allianz aus Packard Bell, NEC und Zenith Data Systems (ZDS) auf den vierten Platz zurückzudrängen. Der Computerbauer aus Palo Alto, Kalifornien, konnte im vergangenen Jahr mit 833000 verkauften Geräten den Absatz gegenüber dem Vorjahr (677000) um 22,9 Prozent steigern und erreichte damit einen Marktanteil von 5,2 Prozent (1995: 4,6 Prozent).

Aufgrund eines mit 8,0 Prozent deutlich geringeren Zuwachses fiel Packard Bell/NEC/ZDS auf einen Marktanteil von 5,1 Prozent (1995: 5,0 Prozent) und damit auf den vierten Platz zurück. 1996 brachten die drei Partner in Westeuropa gemeinsam 809000 PCs an den Kunden.

Dank eines 40prozentigen Wachstums gegenüber dem Vorjahr hat der Direktanbieter Dell den Sprung unter die Top Five geschafft. Mit 741000 verkauften Rechnern kam das Unternehmen auf Platz fünf und konnte seinen Marktanteil von 3,6 Prozent aus 1995 auf 4,7 Prozent steigern. Dell verdrängte die Siemens-Nixdorf Informationssysteme AG (SNI) auf den sechsten Platz. SNI verkaufte 727000 Geräte (1995: 663000) und erreichte damit bei einer Steigerung um 9,7 Prozent einen Marktanteil von 4,6 Prozent.

Der Negativtrend bei Apple hält an. Nachdem bereits die weltweiten Ergebnisse auf ein weiteres Abrutschen des Unternehmens aus Cupertino hindeuteten, mußte die Firma 1996 einen 19,2prozentigen Rückgang ihrer Verkaufszahlen auf 683000 verkaufte Macintoshs hinnehmen. Entsprechend sank auch der Marktanteil der Amelio-Company auf 4,3 Prozent (1995: 5,7 Prozent).

Als große Gewinner belegen Fujitsu/ICL und Toshiba die Plätze acht und zehn. Nach dem Merger mit ASI/Aquarius und einem verstärkten Branding des "Fujitsu"-Labels konnte die hierzulande von Winfried Hofmann geleitete Firma ihre Verkäufe um 110,7 Prozent auf 599000 Einheiten steigern. Damit verdoppelte sie ihren Marktanteil, der 1995 noch unter zwei Prozent betragen hatte, auf 3,8 Prozent.

Toshiba kam 1996 mit 551000 verkaufter Portables auf einen Marktanteil von 3,5 Prozent. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr (351000 Einheiten bei 2,4 Prozent Marktanteil) einem Zuwachs von 56,6 Prozent. Ganz knapp vor den Japanern konnte sich die angeschlagene und mittlerweile an eine Investitionsgesellschaft verkaufte PC-Division von Olivetti auf Platz neun der Herstellerliste halten. Die Italiener setzten 1996 in Westeuropa 559000 Rechner ab, 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr (577000).