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19.07.2005

Europäische Anwender halten sich beim Outsourcing zurück

Der Wert aller im ersten Halbjahr 2005 in Europa abgeschlossenen IT-Outsourcing-Deals stagniert. Besonders schwach bleibt das BPO-Segement.

Das Gesamtvolumen der weltweit unterzeichneten Auslagerungs-Deals ist rückläufig. Einer Erhebung des Outsourcing-Beratungshauses TPI zufolge wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Verträge mit einem Gesamtvolumen von 22,8 Milliarden Euro unterzeichnet. Im Vorjahr konnten sich die IT-Dienstleister noch über Aufträge im Gesamtwert von 26,4 Milliarden Euro freuen. In die Erhebung fließen nur Aufträge mit einem Volumen von 40 Millionen Euro und mehr ein.

Europäischer Markt stagniert

Besonders die US-amerikanischen Anwender halten sich bei der Unterzeichnung von Auslagerungsverträgen zurück. Hier sank der Gesamtwert der Deals von 12,5 Milliarden in den ersten sechs Monaten 2004 auf nun 9,9 Milliarden Euro. In Europa verzeichnete TPI im gleichen Zeitraum einen leichten Anstieg von 11,0 Milliarden Euro auf 11,7 Milliarden Euro.

Dessen ungeachtet senden die europäischen Anbieter positive Signale. Vor allem beim IT-Outsourcing (ITO) konnten hiesige Anbieter wie Atos Origin, BT, Capgemini, Siemens Business Services (SBS) und T-Systems ihre Marktanteile sowohl hinsichtlich der Anzahl der Verträge als auch des Vertragsvolumens kontinuierlich ausbauen. In der ersten Jahreshälfte 2005 vereinten die europäischen "Big Five" laut TPI einen Marktanteil von insgesamt 36 Prozent auf sich. Damit konnten sie die weltweit führenden "Big Six" - Accenture, ACS, CSC, EDS, Hewlett-Packard (HP) und IBM -, bezogen auf deren durchschnittlichen TCV im Jahr 2004, überrunden.

Abgesehen von dem wachsenden Geschäft mit Human-Resources-Outsourcing (HRO) in Nord- und Südamerika bleibt das BPO-Segment (Business Process Outsourcing) laut TPI weiter schwach. Auch in Europa hat das Auslagern von Geschäftsprozessen in der ersten Jahreshälfte 2005 gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr deutlich nachgelassen. Die Kunden seien beim Unterzeichnen von BPO-Verträgen vorsichtiger geworden.

Dafür verfügen immer mehr Outsourcing-Verträge über Offshore-Komponenten. Laut TPI ist die Zahl solcher Deals zwischen 2004 und 2005 von 40 auf 45 Prozent gestiegen. Gleichzeitig jedoch ging der Vertragswert von 38 auf 27 Prozent zurück. (sp/jha)