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26.01.1990 - 

Als Grundlage für den Verbund wird ein Satellitensystem diskutiert

Europäische Börsenvereinigung will sich das Finanznetzwerk "Pipe" etwas kosten lassen

BRÜSSEL (IDG) - Mehr als ein Dutzend großer europäischer Börsen wollen den Weg für eine größere Einheit auf den Finanzmärkten ebnen. Vorgesehen ist die Einführung eines Netzes mit der Bezeichnung "Pipe", das zunächst Preisquoten, Neuigkeiten und andere relevante Informationen zur Verfügung stellt.

"Pipe", das Kürzel steht für Price and Information Project for Europe - wird von einem Team der "Federation of Stock Exchanges of the European Community" (FSEEC) koordiniert. Auf die Dauer soll das ab Ende diesen Jahres betriebsbereite Netz den Finanzspezialisten nicht nur ermöglichen, sich weltweit über die Börsenentwicklung in den zwölf Ländern des Gemeinsamen Marktes zu orientieren, sondern auch Käufe und Verkäufe über diese Schiene abzuwickeln.

Die Installation des "Pipe"-Netzes sieht FSEEC vor dem Hintergrund des Gemeinsamen Europäischen Marktes und dem Wegfall von Handelsbarrieren. So könnte das Netz dazu beitragen, das Börsengeschäft in einem einheitlichen pan-europäischen Markt zu erleichtern.

Die genaue Auslegung von "Pipe" steht derzeit noch nicht fest. In Betracht kommt nach Aussagen von Malcom Ducan, der bei der Börse in Mailand für internationale Beziehungen zuständig ist und zu den Mitgliedern des Projekt-Teams gehört, aber ein auf Satelliten basierendes System. Mit Aussagen über mögliche Anbieter und Kosten hält er hinter dem Berg zurück. Auf jeden Fall seien aber Millionen von Dollar im Spiel, die von den Mitgliedern der Börsenvereinigung aufgebracht werden sollen.

Weiter erklärt der Projekt-Mitverantwortliche, daß sich das System an das "Stock Exchange's Small Order Execution System" von New York anlehnen und den Handel mit kleinen Posten gestatten wird.

Ausschlaggebend für den Erfolg des Projekts dürfte auch sein, inwieweit es gelingt, gemeinsame Verfahrensregeln für die europäischen Börsen festzulegen. Die Europäische Gemeinschaft und FSEEC wollen sich daher bemühen, einen gemeinsamen Nenner zu finden.