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08.06.1990 - 

Yankee Group: Frankreich ist die einzige Ausnahme

Europäische Unternehmen haben noch Zweifel am Nutzen von ISDN

NIZZA (IDG) - Diensteintegrierende Netze entwickeln sich in Europa nicht wie erwartet. Die nationalen ISDN-Betreiber haben mit mangelnder Akzeptanz durch die Kunden zu kämpfen und sind sich unschlüssig, wie groß der Bedarf an Anschlüssen ist. Das stellte Audrey L. Mandela vom Marktforschungs-Unternehmen Yankee Group fest.

Einzig nennenswerte Ausnahme, so Mandela, sei Frankreich mit seinem Numeris-Netz. Die France-Telecom-Strategie, in Zusammenarbeit mit Partnern ISDN-Anwendungen zu entwickeln, sei den Anforderungen des französischen Marktes gerecht geworden. Die dortigen Anwender schätzten mehr als die in anderen Ländern die Vorteile einer Datenübertragung mit 64 Kbit/s.

Auf der anderen Seite hingen zum Beispiel bei der Deutschen Bundespost Telekom die Auftragszahlen für das auf der Ce-BlT 1989 eingeführte deutsche ISDN den Erwartungen weit hinterher. In England stellte die British Telecom vor einem Monat ein ISDN-Basisnetz vor, kann jedoch Mandela zufolge den Bedarf noch nicht einschätzen. Die italienische SIP überdenke derzeit grundsätzlich, ob für ein ISDN-Netz Bedarf bestünde, berichtete Mandela.

Sie zitierte eine Studie des "Wall Street Journal", nach der weltweit die Hälfte der Chief Executive Officers in den Unternehmen eine Globalisierung ihres Geschäftes für unverzichtbar halten.

Die erst wenige Jahre alte Überzeugung, ISDN werde auf der Datenübertragungs-Seite das beherrschende Medium dieser Internationalisierung werden, hat sich nach Yankee-Einschätzung nicht bewahrheitet.

Die vor vier Jahren für Europa gesetzte Zielmarke, nach der 80 Prozent aller Unternehmen bis 1998 einen ISDN-Anschluß haben sollten, würde nicht erreicht.