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30.03.1990 - 

Vorbereitung auf den Binnenmarkt

Europäischer Modellversuch Telecom-Berater gestartet

MAINZ (CW) - In einem 15monatigen Kurs werden Hochschul- und Fachhochschulabsolventen in Mainz zum Telekommunikations-Berater ausgebildet. Diese Berater sollen am Ende ihrer Ausbildung in der Lage sein, Firmen in der gesamten EG in Sachen Telecom zu betreuen.

Rund 90 Prozent aller Betriebe in der Europäischen Gemeinschaft werden dem Mittelstand zugerechnet. Der zunehmende Wettbewerb und die verstärkte internationale Kooperation erfordern von den Betrieben eineverbesserte Informations- und Kommunikationsinfrastruktur, zum Beispiel durch den Einsatz von modernen Telekommunikationsdiensten. Dieser Entwicklung will die Qualifikation zum "Telekommunikations-Berater" Rechnung tragen.

Die Ausbildung soll nach Aussagen von Professor Michael Zacharias, dem geschäftsführenden Vorstand der am Projektmitbeteiligten Dr. JürgenSchneider Stiftung, anwendungsbezogen und europäischausgerichtet sein. Die Kursewerden gleichzeitig in der Bundesrepublik in Frankreich undin Luxemburg stattfinden.

Projektträger ist die Gesellschaft für Informationsverarbeitende Berufe (GIB) in Mainz; dem Projektbeirat gehören neben dem Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz, dem Institut der Deutschen Wirtschaft und Rationalisierungskuratorium der Deutschen Wirtschaft Kammern aus der Bundesrepublik, Frankreich und den Benelux-Staaten an. Die Anewenderseite ist vertreten durch ZDF, SAT 1, die Schott-Glaswerke und die Landesbank Rheinland-Pfalz, während bei den Herstellern bekannte Namen wie IBM, Siemens, SEL, Telenorma, Tandon und die Bundespost zu finden sind.

Die Ausbildung umfaßt folgende Schwerpunkte:

-Betriebswirtschaftslehre

-DV/Bürokommunikation

-Telekommunikation: Dienste, Netze, Anwendungen

-Europäische Projektstudie zur Telekommunikation

-Kommunikations-/Bewerber-Training

-Sprachen

Die Teilnehmer können zwischen drei verschiedenen Tätigkeitsschwerpunkten wählen: Trainer für Telekommunikation, Organisationsberater und Systemberater. Die Ausbildung kostet rund 15 000 Mark. Sie enthält ein zweimonatiges Praktikum bei Unternehmen in der Bundesrepublik, Frankreich oder Luxemburg. Der Kurs wird von der Bundesanstalt für Arbeit gefördert.

Informationen: Dr. Jürgen Schneider Stiftung, Gemeinnützige Stiftung zur Förderung des Technologie-Transfers, Siesmayerstraße 58, 6000 Frankfurt/Main, Telefon 0 69/72 73 33