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Marktforscher sehen trotz ISDN eine Renaissance für Modems kommen


23.10.1992 - 

Europäischer Modem-Markt wird bis 1997 um 40 Prozent wachsen

FRANKFURT(CW) - Eine Steigerungsrate von fast 40 Prozent sagen Marktforscher für den europäischen Modem-Markt vorher. Einer Prognose des amerikanischen Marktforschungsinstituts Frost & Sullivan zufolge wird 1993 der Marktwert der Modem

- Lieferungen in Europa 1080 Millionen Dollar betragen. Bis 1997 soll dieser Wert auf 1507 Millionen Dollar steigen.

Im Zuge der Studie wurden Anwender und Hersteller in den verschiedenen europäischen Ländern befragt sowie Statistiken der EG und OECD ausgewertet. Ein Grund für die positive Entwicklung des Modem-Marktes ist nach Aussagen der Studie mit dem Titel "The European Market for Modems Report E 1655 " die relativ langsame Zunahme digitaler Telekommunikations-Services wie ISDN. Dies liege an der Inkompatibilität der ISDN -Signalstandards. Hier seien Modems mit sinkenden Preisen und der einfachen Bedienung, verbunden mit Algorithmen zur Datenkomprimierung und modernen Fehlerprotokollen, im Vorteil.

Die größten Umsätze werden laut Frost & Sullivan in Großbritannien, Frankreich und Deutschland erzielt. Daran soll sich auch bis 1997 nichts ändern. Im europaweiten Vergleich gehört Deutschland zu den Märkten mit den höchsten Kosten. Bedingt durch die EG-Deregulierung, würden sich die Preise jedoch annähern. Allgemein liegen sie in Europa noch deutlich über denen in den USA.

Die größten Wachstumsraten prognostizieren die Analysten für Italien, Spanien, Griechenland und Portugal. So werden beispielweise für nächstes Jahr die Märkte für Spanien und Italien mit 26 beziehungsweise 92 Millionen Dollar beziffert. Bis 1997 wird ein Wachstum auf 41 beziehungsweise 136 Millionen Dollar erwartet.

Betrachtet man die Marktsegemente nach den sechs wichtigsten Produkttypen - PSTN-Modems, Fax-Modems, Notebook-Karten-Modems, PC-Karten, X.32-Modems, Standleitungs-Modems - in Europa, so sehen die Forscher einen Trend zu Produkten mit höheren Geschwindigkeiten und Nischenerzeugnissen wie Modems für Notebooks und Fax-Modems.

Den größten Marktbereich bilden die PSTN-Modems, für die 1993 ein Umsatzwert von 839 Millionen Dollar vorausgesagt wird. Dabei werden Modems nach V.32bis-Standard keine großen Marktchancen mehr eingeräumt, da das Institut für 1993 die Ankündigung von V.Fast-Produkten erwartet. Frost & Sullivan schätzt ferner, daß die Endpreise für V.Fast-Modems in der Größenordnung von 2000 Dollar liegen und bis Ende 1997 auf das Preisniveau der heutigen V. 32bis-Modems sinken.

Das zweitgrößte Marktsegment haben die PC-Karten-Modems, deren Marktvolumen für 1993 auf 99 Millionen Dollar prognostiziert wird. Mit 76 Millionen folgen die Modems für Standleitungen. Das größte Wachstum (von 22,5 Millionen auf 91 Millionen Dollar) wird jedoch im Bereich der Karten-Modems für Notebooks erwartet. Auch für den Bereich der X.32-Modems sagen die Auguren ein überdurchschnittliches Wachstum voraus.

Die Marktforscher glauben, daß die Funktionen der Modems zunehmend "intelligenter " werden. Die Verbesserungen zeigten sich vor allem in Bereichen wie Netzwerk-Dial-up-Modems, Modem-Sicherheit durch Rückrufoptionen und die innovative Integration von Fax und Daten.