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16.11.2016 - 

2017 öffnen sich die Geldbörsen

Europas IT-Chefs knausern - noch

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Die ITK-Ausgaben in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (Emea) sollen in diesem Jahr moderat um 0,6 Prozent, 2017 dann stärker um 1,9 Prozent ansteigen. Besonders stabil ist die Nachfrage nach Software und IT-Services. Das prognostizierten die Analysten von Gartner auf ihrem Symposium in Barcelona.

2017 erwarten die Auguren demnach Emea-weite IT-Ausgaben von 1,25 Billionen Dollar. Das entspricht einem Anstieg um 1,9 Prozent. Größter Posten sind dabei die Kommunikationsdienste, deren Volumen bei 530,4 Milliarden Dollar liegen soll - ein Plus von 0,9 Prozent gegenüber diesem Jahr. Bei den IT-Services, für die IT-Chefs den Prognosen zufolge 341,1 Milliarden Dollar ausgeben werden, geht es mit 4,1 Prozent aufwärts.

IT-Ausgaben 2016 und 2017, Emea
IT-Ausgaben 2016 und 2017, Emea
Foto: Gartner

Noch stabiler präsentiert sich der Softwaremarkt. Hier erwartet Gartner 2017 ein stattliches Plus von 6,8 Prozent auf eine Investitionssumme von 119,84 Milliarden Dollar. Bei den Endgeräten geht es dagegen um 0,8 Prozent bergab auf ein Volumen von 204,7 Milliarden Dollar. Etwas besser sieht es bei den Data-Center-Systemen aus, wo ein Plus von 1,4 Prozent auf 58,9 Milliarden Dollar zu erwarten ist.

Gartners Prognosen 2016 und 2017:

Gartner weist separat von den Emea-Zahlen auch die für Westeuropa aus. Hier soll sich 2017 das Ausgabevolumen auf 803,5 Milliarden Dollar belaufen, ein Plus von 1,6 Prozent gegenüber 2016. Das stärkste Marktsegment in dieser Teilregion ist das IT-Service-Geschäft, das um 4,1 Prozent auf 304,3 Milliarden Dollar wachsen soll. Der zweitgrößte Markt der Kommunikationsdienste schrumpft dagegen um ein Prozent auf 248 Milliarden Dollar, und auch der Endgerätemarkt soll um 2,5 Prozent auf 110,9 Milliarden Dollar zusammenschmelzen.

Gesättigter Smartphone-Markt

Zum schwierigen Endgerätemarkt sagte John-David Lovelock, Research Vice-President bei Gartner: "Der Smartphone-Markt nähert sich der Sättigungsgrenze - fast jeder User hat inzwischen eines." Die Branche sei damit auf Ersatzbeschaffungen angewiesen. Zudem hätten die Preise ein Level erreicht, das wohl nicht mehr nennenswert überboten werde. Das führe auch bei den Anbietern von Kommunikationsdiensten zu Schwierigkeiten. Sie müssten direkt über den Preis konkurrieren und entweder mehr Services für das gleiche Geld oder Discounts anbieten.

IT-Ausgaben 2016 und 2017, Western Europe
IT-Ausgaben 2016 und 2017, Western Europe
Foto: Gartner

Der PC-Markt in Westeuropa wird laut Gartner 2017 abermals um drei Prozent zurückgehen und sich auf 47,8 Millionen verkaufte Einheiten einpendeln. Das Smartphone-Business soll immerhin noch um 4,7 Prozent wachsen, die Analysten erwarten knapp 154 Millionen verkaufte Einheiten. Hier werde der Einstieg chinesischer Anbieter spürbar, die hochwertige Endgeräte zu einem sehr wettbewerbsfähigen Preis liefern könnten.

Brexit führt zu geringerer Kaufkraft in Großbritannien

Die Analysten äußerten sich auch zu den Folgen des Brexit, der sich vor allem in Form des Absturzes des britischen Pfunds auswirke. Das habe in Großbritannien bereits zu erheblichen Preisanstiegen bei IT-Gütern geführt - mit der natürlichen Folge einer nachlassenden Nachfrage. "Wenn die Preise steigen, verändern Konsumenten und Unternehmen ihr Kaufverhalten und interessieren sich beispielsweise für weniger opulent ausgestattete Produkte." Auch sei ein starker Trend zu günstigeren Cloud- und As-a-Service-Angeboten spürbar.

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