Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

19.07.1996 - 

Folge des Burda-Rückzugs

Europe Online beantragt Gläubigerschutz

Obwohl das luxemburgische Recht dem angeschlagenen Unternehmen den Schutz vor Banken und einem möglichen Bankrott bis Ende des Jahres gewährt, glauben die Verantwortlichen, sich schon in maximal acht Wochen mit einem neuen Geldgeber aus der prekären Lage befreien zu können.

Die Probleme waren entstanden, als der Burda Verlag sämtliche Investitionen in den Online-Dienst stoppte, um sich auf einen eigenen Internet-Service zu konzentrieren. Die Verlagsgruppe ist derzeit mit 26 Prozent an Europe Online S.A. in Luxemburg und zu 100 Prozent an der deutschen Niederlassung in München beteiligt. Letztere ist jedoch von den bisherigen Burda-Maßnahmen nicht betroffen. Über die Zukunft der deutschen Dependance wird noch verhandelt.

Die europäische Zentrale in Luxemburg steht dagegen nach wie vor mit der Compuserve Inc. im Gespräch, die vor wenigen Wochen ankündigte, den eigenen Online-Dienst auf das Internet portieren zu wollen.

Der Ausstieg Burdas ist Folge einer Reihe von Pannen. Zunächst war der Dienst sehr viel später als angekündigt in einen heftig umkämpften Markt gestartet. Kurzfristig änderte man zudem die Strategie. Nachdem zunächst ein proprietäres Angebot geplant war, wurde schließlich ein Internet-basierter Service aufgebaut.

Entscheidungen kaum noch möglich

Auf der Suche nach Investoren sprang vor einigen Monaten überraschend der Springer Verlag ab und wechselte zum Konkurrenten America Online. Verhandlungen mit anderen Geldgebern blieben bislang erfolglos.

Die französische Verlagsgruppe Matra Hachette reduzierte die Anteile von 13 auf sieben Prozent. Die Beteiligungen sind mittlerweile unter insgesamt zwölf Partnern so breit gestreut, daß schnelle Entscheidungen kaum noch möglich sind, so Burda-Sprecher Philipp Welte.